
Viele Patienten suchen heute nach ganzheitlicher Beratung, Betreuung und Behandlung. Wie kaum ein anderes naturheilkundliches Therapiekonzept bietet die Osteopathie als eigenständige Heilmethode Hilfe bei vielen Problemen. Der Gang zum Osteopathen ist heute auch für Mütter mit ihren Kindern nahezu selbstverständlich. Ein Osteopath verzichtet auf Spritzen oder Apparatemedizin sondern behandelt ausschließlich mit seinen Händen und seiner Intuition, um den gesamten Organismus im Blick zu haben und sanft die Selbstheilungsprozesse des Patienten anzustoßen. Vor jeder osteopathischen Technik zur Behandlung steht zunächst die umfassende Diagnose im Blickfeld des Therapeuten. Diese besteht aus der Anamnese, also der Befragung nach der Krankheits- und Leidensgeschichte.
Osteopathen betreiben Ursachenforschung auch bei chronischen Krankheitsbilder
In einer eingehenden Untersuchung der bindegewebigen Strukturen ist es dem Osteopathen möglich, die Ursachen für Einschränkungen am Bewegungsapparat, an Nerven- und Organsystemen oder für Schmerzen herauszufinden, die mit ein Hauptgrund sind, warum ein Patient überhaupt einen Osteopathen aufsucht. Die Osteopathie stammt ursprünglich aus Amerika, wo sie als eigenständige, ganzheitliche Methode anerkannt ist. Erst in den letzten Jahren erfreut sich diese besondere Heilmethode auch in Europa zunehmender Beliebtheit. Um krankhafte Veränderungen oder chronische Schmerzen zu erkennen und wirksam zu behandeln, bedarf es einer Menge an Erfahrung aber auch erweiterter Kenntnisse über Anatomie und Physiologie. Osteopathen haben also in der Regel eine mehrjährige Ausbildung hinter sich.
Die Bedeutung osteopathischer Therapien wird weiter zunehmen
Wie in anderen medizinischen Disziplinen auch, so lernt auch ein Osteopath immer wieder Neues dazu und wird sich somit ständig fortbilden, um nach dem neuesten Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse zu therapieren. Osteopathen sind in der Regel nicht die erste Anlaufstation bei gesundheitlichen Problemen, sie werden oft erst nach einer Odyssee bei verschiedenen Therapeuten konsultiert. Wer eine osteopathische Behandlung beginnt, sollte etwas Geduld mitbringen. Krankheitsbilder, die sich im Laufe von Jahren oder gar Jahrzehnten manifestiert haben, können nicht nach nur einer Sitzung verschwinden. Deshalb ist es meist sinnvoll eine Serie von mindestens 10 Sitzungen zu absolvieren. Osteopathie ist in Deutschland eine Selbstzahlerleistung, die in der Regel nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. In Einzelfällen kann es jedoch Zuschüsse zu den Behandlungskosten geben. In Deutschland ist dies allerdings nur dann der Fall, wenn die osteopathische Behandlung von einem Arzt vorgenommen wird.
Wer sich osteopathisch behandeln lässt, muss ausreichend Zeit mitbringen
Wer sich unsicher ist, sollte vor Beginn der Therapiesitzungen bei der Krankenkasse nachfragen. Eine Überweisung zur Osteopathie ist nicht erforderlich, als Selbstzahlerleistung können osteopathische Behandlungen von jedermann in Anspruch genommen werden. Innerhalb des Heilsystems der Osteopathie kann zwischen sogenannter parietaler, viszeraler und craniosacraler Osteopathie unterschieden werden. Da es sich um eine ganzheitliche Heilmethode mit fließenden Übergängen handelt, beherrschen Osteopathen in der Regel sämtliche Regelwerke. Dennoch gibt es auch Spezialisierungen, beispielsweise als Baby- oder Kinderosteopath. Für jede osteopathische Behandlung sollte ein Klient ausreichend Zeit einplanen, denn es handelt sich eben nicht um die sprichwörtliche 5-Minuten-Medizin. Die Dauer einer Sitzung beträgt bis zu 2 Stunden.
Die Qualifikation eines Osteopathen ist entscheidend für den Behandlungserfolg
Patienten gesetzlicher Krankenkassen können eine entsprechende Zusatzversicherung für Naturheilverfahren abschließen, welche dann auch osteopathische Behandlungen umfasst. In Deutschland darf die Osteopathie nur von zugelassenen Ärzten und Heilpraktikern angeboten und praktiziert werden. Vor jeder osteopathischen Behandlung sollten sich Patienten Erkundigungen über die Qualifikationen eines Osteopathen einholen. Immerhin handelt es sich bei dem Begriff Osteopath nicht um eine geschützte Berufsbezeichnung. Auf der sicheren Seite ist man als Patient in der Regel jedenfalls dann, wenn ein Behandler, ganz gleich ob Arzt oder Heilpraktiker, ein Osteopathiediplom über eine fünfjährige Ausbildung vorweisen kann.