Gallereflux – Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Eine

Beim Gallereflux fließt Galle (eine Verdauungsflüssigkeit aus Leber und Gallenwegen) aus dem Zwölffingerdarm zurück in den Magen und in manchen Fällen bis in die Speiseröhre. Die Beschwerden ähneln häufig dem klassischen sauren Reflux, weshalb Gallereflux allein anhand der Symptome nur schwer sicher zu erkennen ist.
Typisch sind Oberbauchbeschwerden, Übelkeit und teils Erbrechen von gelb-grünlicher Flüssigkeit. Auch Sodbrennen kann auftreten. Gallereflux entsteht besonders häufig nach Operationen am Magen-Darm-Trakt, kann aber auch ohne vorausgegangene Operation vorkommen. Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Schweregrad und nachgewiesener Schleimhautschädigung und erfolgt durch medizinisches Fachpersonal.

Community über Gallereflux

Wir haben 1 Patienten Bericht zu der Krankheit Gallereflux.

Prozentualer Anteil 100% 0%
Durchschnittliche Größe in cm1720
Durchschnittliches Gewicht in kg680
Durchschnittliches Alter in Jahren 480
Durchschnittlicher BMI in kg/m222,990,00

Andere Bezeichnungen für die Krankheit Gallereflux

Gallereflux

Bei Gallereflux wurde bisher über folgende Medikamente berichtet:

Medikament%% Bewertung (Durchschnitt)
Ursofalk100% 1

Bei Gallereflux wurde bisher über folgende Wirkstoffe berichtet:

Wirkstoff%% Bewertung (Durchschnitt)
Ursodesoxycholsäure100% 1 (1 Bew.)

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Folgende Berichte von Patienten liegen bisher vor

Patienten Berichte über die Anwendung von Ursofalk bei Gallereflux

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Ursofalk für Gallereflux

Mir wurde Ursofalk bzgl. meines Gallereflux verschrieben. 1x am Tag 250mg. Nach einer Woche merke ich bereits ein deutliches Ergebnis. Das bisherige Brennen im Magen ist fast weg, die Übelkeit wird weniger. Die ersten 3 Tage hatte ich noch leichte Schmerzen im Oberbauch, aber auch diese sind...

Ursofalk bei Gallereflux

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
UrsofalkGallereflux2 Wochen

Beschreibung der Wirksamkeit und Nebenwirkungen:

Mir wurde Ursofalk bzgl. meines Gallereflux verschrieben. 1x am Tag 250mg. Nach einer Woche merke ich bereits ein deutliches Ergebnis. Das bisherige Brennen im Magen ist fast weg, die Übelkeit wird weniger.
Die ersten 3 Tage hatte ich noch leichte Schmerzen im Oberbauch, aber auch diese sind jetzt vollständig weg.

Eingetragen am  25.04.2023  als Datensatz 115799
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Bewertung der Medikamente durch den Eintragenden:

Ursofalk
Wirksamkeit
Verträglichkeit
Anwendung
Preis/Leistungs-Verhältnis
Empfehlung
Durchschnitt

Wirkstoffe der Medikamente:

Ursodesoxycholsäure

Patientendaten:

Geburtsjahr:1978 
Größe (cm):172  Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg):68
Geschlecht: weiblich

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Gallereflux Krankheit / Anwendungsgebiet - Wissen

Gallereflux (Gallenreflux, biliärer Reflux) – Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Beim Gallereflux fließt Galle (eine Verdauungsflüssigkeit aus Leber und Gallenwegen) aus dem Zwölffingerdarm zurück in den Magen und in manchen Fällen bis in die Speiseröhre. Die Beschwerden ähneln häufig dem klassischen sauren Reflux, weshalb Gallereflux allein anhand der Symptome nur schwer sicher zu erkennen ist.
Typisch sind Oberbauchbeschwerden, Übelkeit und teils Erbrechen von gelb-grünlicher Flüssigkeit. Auch Sodbrennen kann auftreten. Gallereflux entsteht besonders häufig nach Operationen am Magen-Darm-Trakt, kann aber auch ohne vorausgegangene Operation vorkommen. Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Schweregrad und nachgewiesener Schleimhautschädigung und erfolgt durch medizinisches Fachpersonal.

Dieser Beitrag dient der medizinischen Orientierung und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Eine(n) entsprechende(n) Arzt oder Ärztin finden Sie in unserer Arztsuche.

Definition: Was ist Gallereflux?

Gallereflux bezeichnet den Rückfluss von gallehaltigem Dünndarminhalt aus dem Zwölffingerdarm (Duodenum) in den Magen. Kommt der Rückfluss bis in die Speiseröhre, spricht man von duodeno-gastro-ösophagealem Reflux. Gallereflux kann die Schleimhaut von Magen und Speiseröhre reizen und eine (chemische) Entzündung verursachen.

Andere Namen und medizinische Bezeichnungen von Gallereflux

  • Gallenreflux (gebräuchliche deutsche Bezeichnung)
  • biliärer Reflux (medizinischer Ausdruck für gallehaltigen Reflux)
  • duodenogastraler Reflux (Rückfluss aus dem Duodenum in den Magen)
  • biliäre Refluxgastritis (wenn der Gallereflux eine Entzündung der Magenschleimhaut verursacht)

Womit Gallereflux verwechselt werden kann

Gallereflux kann Beschwerden verursachen, die leicht mit anderen Erkrankungen des oberen Verdauungstrakts verwechselt werden. Dazu gehören vor allem:

  • saure Reflux: Hier fließt vor allem Magensäure zurück. Beim Gallereflux steht dagegen gallehaltiger Dünndarminhalt im Vordergrund.
  • Gastritis: Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Magenschleimhaut. Sie kann verschiedene Ursachen haben, etwa Medikamente, Alkohol, Stress oder Infektionen.
  • Magengeschwür: Ein Magengeschwür ist ein tiefer Schleimhautdefekt im Magen und verursacht häufig eher lokalisierte, teils nahrungsabhängige Oberbauchschmerzen.
  • Helicobacter pylori: Das ist ein Bakterium und keine eigenständige Beschwerdeform. Es kann unter anderem eine Gastritis oder ein Magengeschwür auslösen.
  • Gallensteine: Sie betreffen vor allem Gallenblase oder Gallenwege und verursachen typischerweise kolikartige Schmerzen im rechten Oberbauch, oft nach dem Essen.

Die Beschwerden können sich überschneiden, die Ursachen und die Behandlung unterscheiden sich jedoch deutlich.

Symptome von Gallereflux

Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Nicht alle Symptome müssen gleichzeitig auftreten. Möglich sind unter anderem:

  • brennende oder drückende Schmerzen im Oberbauch
  • Sodbrennen oder ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein
  • Übelkeit
  • bitterer Geschmack im Mund
  • Erbrechen von gelblicher oder grünlicher Flüssigkeit
  • Völlegefühl oder Druckgefühl nach dem Essen
  • Husten, Heiserkeit oder Räusperzwang, wenn Reflux bis in die Speiseröhre oder den Rachen aufsteigt

Anhaltende Beschwerden, unbeabsichtigter Gewichtsverlust, Schluckstörungen, Blut im Erbrochenen oder schwarzer Stuhl sollten rasch ärztlich abgeklärt werden.

Ursachen und Risikofaktoren von Gallereflux

Gallereflux entsteht, wenn der Rückfluss von Dünndarminhalt in den Magen nicht mehr ausreichend verhindert wird. Mögliche Ursachen und begünstigende Faktoren sind:

  • Operationen am Magen oder Zwölffingerdarm, zum Beispiel nach Magenoperationen oder nach einer Gallenblasen-OP
  • Störungen der Magenentleerung
  • Veränderungen am Magenpförtner (Pylorus), der normalerweise den Rückfluss begrenzt
  • erhöhter Druck im oberen Verdauungstrakt
  • Kombination mit Reflux, bei dem zusätzlich Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt

Nicht jede Person mit Refluxbeschwerden hat automatisch einen Gallereflux. Für die Diagnose ist eine gezielte ärztliche Abklärung notwendig.

Diagnose von Gallereflux

Die Diagnose stützt sich auf Beschwerden, Krankengeschichte und Untersuchungsbefunde. Wichtig ist zunächst die Abgrenzung zu anderen Ursachen der Symptome. Zum Einsatz kommen – je nach Situation – vor allem:

  • ärztliche Anamnese und körperliche Untersuchung
  • Gastroskopie (Magenspiegelung) zur Beurteilung von Magen- und Speiseröhrenschleimhaut
  • gegebenenfalls Gewebeproben, um andere Ursachen wie Helicobacter pylori oder eine ausgeprägte Gastritis zu erkennen
  • spezielle Funktionsuntersuchungen bei unklaren Fällen, etwa zur Abgrenzung gegenüber saurem Reflux

Gallereflux lässt sich nicht allein anhand typischer Beschwerden sicher nachweisen. Die endgültige Diagnose stellt medizinisches Fachpersonal.

Behandlung von Gallereflux

Die Behandlung richtet sich nach der vermuteten Ursache, der Stärke der Beschwerden und möglichen Schleimhautschäden. Je nach Situation kommen folgende Maßnahmen infrage:

  • Behandlung begleitender oder ähnlicher Erkrankungen wie Reflux oder Gastritis
  • Arzneimittel, die in Einzelfällen eingesetzt werden, etwa Ursodesoxycholsäure, Sucralfat oder Baclofen
  • Behandlung von Komplikationen wie Ösophagitis
  • in ausgewählten Fällen operative Verfahren, insbesondere wenn schwere Beschwerden nach Operationen bestehen oder andere Maßnahmen nicht ausreichen. Dabei handelt es sich vor allem um Umleitungsoperationen des Gallenflusses und in Einzelfällen Antireflux-Operationen.

Welche Therapie sinnvoll ist, muss individuell ärztlich entschieden werden. Der Artikel dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine medizinische Beratung.

Verlauf, Dauer und Prognose bei Gallereflux

Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Vorübergehende Beschwerden können sich bessern, wenn auslösende Faktoren behandelt oder beseitigt werden. In anderen Fällen kann Gallereflux länger bestehen und die Schleimhaut von Magen oder der Speiseröhre dauerhaft reizen. Mögliche Folgen sind Entzündungen, anhaltende Beschwerden und bei chronischer Reizung auch Veränderungen der Schleimhaut.

Wenn Gallereflux bis in die Speiseröhre reicht, können langfristig Komplikationen wie eine Ösophagitis oder ein Barrett-Ösophagus eine Rolle spielen. Die langzeitige Prognosen sind besser, je früher die Ursache erkannt und behandelt wird.

Häufige Fragen zu Gallereflux

Was ist der Unterschied zwischen Gallereflux und saurem Reflux?

Beim sauren Reflux steigt vor allem Magensäure in die Speiseröhre auf. Beim Gallereflux gelangt gallehaltiger Dünndarminhalt zurück in den Magen und teils weiter nach oben. Beide Formen können ähnliche Beschwerden verursachen.

Welche Symptome sind bei Gallereflux typisch?

Typisch sind Oberbauchschmerzen, Übelkeit, bitterer Geschmack im Mund, Sodbrennen und manchmal Erbrechen von gelb-grünlicher Flüssigkeit. Die Symptome allein reichen aber nicht aus, um Gallereflux sicher festzustellen.

Ist Gallereflux gefährlich?

Gallereflux kann die Schleimhaut reizen und bei längerem Bestehen Entzündungen oder Komplikationen begünstigen. Warnzeichen wie Blut im Erbrochenen, schwarzer Stuhl, Gewichtsverlust oder Schluckstörungen sollten rasch ärztlich abgeklärt werden.

Wie wird Gallereflux diagnostiziert?

Wichtig sind Anamnese, körperliche Untersuchung und oft eine Gastroskopie(Magenspiegelung). In unklaren Fällen können weitere Untersuchungen nötig sein, um Gallereflux von anderen Erkrankungen abzugrenzen.

Kann Gallereflux nach einer Gallenblasen-OP auftreten?

Ja, Beschwerden können nach Eingriffen im oberen Verdauungstrakt auftreten. Nach einer Gallenblasen-OP müssen jedoch auch andere Ursachen der Oberbauchbeschwerden in Betracht gezogen werden.

Welche Behandlung gibt es bei Gallereflux?

Die Behandlung hängt von Ursache und Schweregrad ab. Möglich sind Medikamente, die Behandlung begleitender Erkrankungen und in ausgewählten Fällen operative Verfahren.

Kann Gallereflux von allein wieder verschwinden?

Das ist möglich, wenn auslösende Faktoren vorübergehend sind. Bestehen die Beschwerden länger oder treten Warnzeichen auf, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Ist Gallereflux dasselbe wie eine Gastritis?

Nein. Gallereflux beschreibt den Rückfluss von Galle in den Magen. Eine Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut. Gallereflux kann jedoch eine solche Entzündung mitverursachen.

Quellen

Autor

Elisabeth Maußner ist studierte Journalistin und schreibt bei der ärzte.de MediService GmbH & Co. KG seit 2017 zu medizinischen Themen. Ihr Ziel: komplexe Zusammenhänge und wissenschaftliche Hintergründe einfach und für jeden verständlich auszudrücken. Die erfahrene Autorin hat bereits über 400 Artikel zu Gesundheits- und Medizinthemen verfasst, die u.a. auf aerzte.de, sanego.de und arzttermine.de veröffentlicht wurden.

Außerdem durfte sie Erfahrung beim Radio und beim Produzieren von Videos sammeln.

Persönlich interessiert sie sich insbesondere für Kinder- und Frauengesundheit, eine ausgewogene, intuitive Ernährung und die Digitalisierung im Gesundheitswesen.