Herr Dr. Dittberner, Assistenzarzt, hat mich in der HNO-Klinik Jena behandelt. Meine Otitis media hatte sich bereits ins Innenohr ausgedehnt
. Herr Dr. Dittberner führte die 2. Paracentese durch, nachdem die 1. Paracentese in der Ambulanz der HNO-Klinik, durchgeführt von einer Assistenzärztin, die sich 2 Mal erfolglos, aber schmerzreich, an meinem Trommelfell versuchen durfte, und einer Fachärztin, die nach dem insgesamt nunmehr 3. Schnitt der 1. Paracentese nur 1 Mal kurz absaugte, keinen Erfolg gebracht , ja sich das Gehör sogar noch verschlechtert hatte. Herr Dittberner ließ mich schon viel entspannter im Behandlungsstuhl Platz nehmen. Ich durfte seitlich liegen. Bei der 1. Paracentese hatte ich aufrecht zu sitzen. Zur Lokalanästhesie füllte er mir den Gehörgang mit Anästhetikum , sodass ich eine örtliche Betäubung wahrnehmen konnte. Bei der 1. Paracentese vermochte ich keine Betäubung zu empfinden (Entsprechend meiner Erinnerung wurde bei der 1. Paracentese, aber da möchte ich mich nicht festlegen, nur ein mit Lokalanästhetikum getränkter Streifen vor das Trommelfell gelegt.). Herr Dr. Dittberner wirkte beruhigend und motivierend auf mich ein. Er zeigte mir probehalber, mit welchem Schmerz ich zu tun haben würde und fragte nach, ob ich diesen aushalten könne. Dann legte er entschlossen los, setzte einen ordentlichen Schnitt, was bei der 1. Paracentese, ausgeführt von der Assistenzärztin und der Fachärztin, 3 Mal nicht gelang und mehr Zeit in Anspruch nahm. Hr. Dr. Dittberner saugte nach dem Schnitt 4 Mal das aus dem Innenohr austretende Sekret ab, wobei er nach jedem Saugvorgang eine kurze Pause einlegte und mich neu zu motivieren verstand. Bei der 1. Paracentese gab es nur 1 kurzen Absaugvorgang, weil ich dann "Stopp" gesagt hatte, nicht aber damit gerechnet hatte, dass mein Stopp das Behandlungsende bedeuten würde, zumal vereinbart war, dass ich mich mit "Stopp" melde, wenn ich den Schmerz nicht mehr aushalten könne, sodass eine kurze Pause eingelegt werden würde.) Die von Dr. Dittberner ausgeführte Paracentese war keine Qual, im Gegensatz zur 1. Paracentese. Zudem wirkte er ruhig, selbstbewusst, empathisch, überzeugend. Ich musste mir auch nicht, wie bei der 1. Paracentese mehrfach erlebt, anhören, nicht die Augen zusammenzukneifen, was kaum zu verhindern ist. Als ich Dr. Dittberner bat, mein gesundes Ohr noch zu reinigen, schaute er hinein und meinte, dass es sauber sei. Ich war verdutzt. Hatte mir doch die Assistenzärztin vor der 1. Paracentese erklärt, dass meine Ohren verdreckt wären, ich durch die eigene Reinigung den ganzen Dreck vor das Trommelfell geschoben hätte, sodass dieses nicht zu sehen wäre. Ich solle doch besser jedes halbe Jahr zur Ohrenreinigung zum HNO-Arzt. Die Fachärztin nickte die Aussage der Assistenzärztin ab. Herr Dr. Dittberner klärte die Sache auf. Es war kein Ohrendreck, sondern durch die Selbstperforation meines Trommelfells hatte sich Sekret davor gelegt, sodass das Trommelfell nicht sichtbar war. Das gesunde Ohr war aber sauber. Herr Dr. Dittberner versteht sein Handwerk. Ich war froh, dass während meines Klinikaufenthaltes kein anderer Arzt außer ihm sich mehr an meinem kranken Ohr zu schaffen machte. Nach 3 Tagen konnte ich die Klinik mit einem guten Ergebnis des Hörtestes verlassen.
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