
Wissenswertes über den HNO-Arzt Geschichtliche Entwicklung des Gebietes und den Ausbildungsweg
Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde wurde erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als eigenständige Disziplin gegründet. Dieses medizinische Gebiet setzte sich aus verschiedenen Teilbereichen zusammen, die bis heute nicht verändert wurden.
Ärzte, welche in diesem medizinischen Feld arbeiten möchten, durchlaufen eine mehrjähriges Grundstudium der Medizin. Dieses schließt innerhalb von 5 Jahren sowohl den Erwerb des theoretischen Wissens als auch die praktische Arbeit in einem sogenannten Rotationssystem ein. Danach durchläuft ein angehender HNO Arzt eine Weiterbildung, nach der er sich Facharzt für die Nasen-Ohren-Heilkunde nennen darf und praktizieren kann.
Behandlungsgebiete der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Spezialisierungen
Der HNO Arzt ist ein studierter Mediziner, der sich nach einer speziellen Facharztausbildung vorrangig um die Behandlung von Patienten kümmert, welche mit krankhaften Beeinträchtigungen zu ihm kommen. In diesem Zusammenhang handelt es sich um Betroffene, die unter Erkrankungen der oberen Luftwege, des Nasen-Rachenraumes oder der Mundhöhle leiden. Darüber hinaus beschäftigt sich der HNO Arzt mit Beschwerdebildern, die sich durch Krankheiten, Verletzungen oder Störungen der Funktion der Ohren, der Nase, der Kehlkopfes und des Rachens ergeben. Des Weiteren obliegen dem Fachwissen des HNO Arztes vorbeugende, diagnostische und therapeutische Maßnahmen, welche durch Fehlbildungen der genannten Areale sowie der Bronchien und der Lunge sowie der Speiseröhre hervorgerufen werden. In der Gesamtheit betrachtet, behandelt der HNO Arzt alle krankhaften Erscheinungen und Symptome, die den Hals und den Kopf betreffen.
Auch die Rehabilitation und die Nachsorge fällt in den Tätigkeitsbereich des HNO-Mediziners. Neben allgemeinen Kenntnissen besitzt der HNO Arzt eine Spezialisierung auf Tumore und anormale Gewebsveränderungen, die sich im und am Ohr, in und an der Nase sowie in der Mundhöhle manifestieren können.
Typische Beschwerdebilder, die zum HNO Arzt führen
Die Krankheitszeichen, welche die Patientinnen und Patienten zum HNO Arzt führen, sind recht vielschichtig. Sie sind zudem akut (plötzlich auftretend) oder chronisch (stetig wiederkehrend) und machen einen Gang zu diesem Facharzt erforderlich.
Zu den typischen Beschwerdebildern, mit denen die betroffenen beim HNO Arzt genau an der richtigen Stelle sind, gehören unter anderem Schwerhörigkeit und länger anhaltende Heiserkeit. Oftmals sind Schwindel, der auch von einer Störung der Gleichgewichtsorgane in den Ohren kommen kann, und Hörstörungen bein Kindern Gründe, einen HNO Arzt aufzusuchen. Empfohlen werden kann eine Konsultation des HNO Arztes auch bei bestehenden Schluckstörungen und Ohrenschmerzen sowie einem Tinnitus. Krebserkrankungen, Schmerzen im Gesicht, im Hals oder der Mundhöhle, Atembeschwerden und Nasenbluten sind ebenfalls Auslöser für eine fachgerechte Begutachtung durch einen Arzt. Darüber hinaus sollten sich Menschen mit Allergien und Schmerzen des Halses auch zum HNO Arzt begeben.
Kommt es zum Eindringen von Fremdkörpern in die Nase oder die Ohren, kann der HNO Arzt ebenfalls Hilfe leisten. Ausnahmen sind in diesem Zusammenhang natürlich lebensbedrohliche Krankheitszeichen. Dafür ist der Notarzt zuständig.
"Bürokratische" Voraussetzungen für das Aufsuchen des Arztes des Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Menschen, die unter den angegebenen Beschwerden leiden, können entweder von sich aus den Hals-Nasen-Ohrenarzt aufsuchen. Bei akuten Schmerzen ist ein unmittelbares Vorsprechen möglich. Ansonsten genügt ein entsprechender Termin und die Konsultation kann stattfinden.
Eine andere Variante ist die Überweisung, die in der Regel vom Allgemeinmediziner oder einem anderen Facharzt gegeben wird. Dieses Schriftstück wird bei den Arzthelferinnen vorgelegt und macht den Weg in das Behandlungszimmer frei.
Fachübergreifende Zusammenarbeit beim HNO
Der Mediziner, der sich mit der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde beschäftigt, arbeitet eng mit den Kiefer- und Gesichtschirurgen, den Hautärzten und der Allergologen zusammen. Darüber hinaus ergeben sich enge Vernetzungen zu den Fachärzten für Innere Medizin und den Lungenfachärzten. Darüber hinaus werden fachübergreifende Erweiterungen zur Kinderheilkunde und -chirurgie sowie zur Nervenheilkunde erforderlich. Auch die Orthopäden und die Fachkräfte der Pädaudiologie (Wissenschaft vom Hören) sowie der Phoniatrie (Logopäden, Stimmheilkundler) werden vom HNO Arzt konsultiert.
Private Zusatzleistungen beim HNO Arzt
Alle gesetzlich und privat versicherten Patientinnen und Patienten können sicher sein, beim HNO Arzt fach- und sachkundige Versorgung zu erfahren. Privat Versicherte profitieren von sogenannten Zusatzleistungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden. Diese Zusatzleistungen beinhalten zum Beispiel Infusionen, die als konservative Behandlung bei einem akut auftretenden Tinnitus oder einem Hörsturz sinnvoll sind. Eine Akupunktur zur Entwöhnung des Rauchens, medizinische Grippecocktails, Abwehrkuren oder Entgiftungsmaßnahmen können ebenfalls durchgeführt werden. Diverse Tauglichkeitsuntersuchungen, das medizinische Stechen von Ohrlöchern oder sogenannte Mikrozirkulationsbehandlungen sind im Rahmen der privaten Zusatzleistungen beim HNO Arzt ebenfalls realisierbar.
Die jeweiligen Leistungsspektren variieren von Praxis zu Praxis. Daher ist es am besten, sich über dieses oder jenes Verfahren rechtzeitig zu informieren.