
Bei welchen Beschwerden sollte ein Onkologe konsultiert werden?
Die Onkologie beschäftigt sich mit der Früherkennung, Behandlung und Nachsorge der malignen, der bösartigen Tumore. Alle diese Abnormitäten zeichnen sich durch spezielle Warnzeichen oder Warnsymptome aus.
In Abhängigkeit von der Art des Tumors sind verschiedene krankhafte Auffälligkeiten typisch: Diese können sich in Beschwerden wie Blutungen aus dem Anus oder dem Enddarm sowie durch schwarz gefärbten Kot, unklare Knoten, Verdickungen und Verhärtungen an verschiedenen Körperbereichen oder einer Zunahme der Größe der Lymphknoten zeigen. Darüber hinaus sind Schluckbeschwerden, Spucken von Blut oder Blutungen aus der Vagina in der Menopause bei Frauen ernst zu nehmende Anzeichen, die auf Krebs hindeuten können.
Einige Tumorerkrankungen lösen bei den Patienten auch anhaltende Müdigkeit, nächtliche Fieberschübe, Juckreiz der Haut oder stetig wiederkehrende Entzündungen aus. Nicht selten sind Veränderungen der Haut, ein starker Verlust an Körpergewicht oder dauerhafte Durchfälle.
Zum Teil sind es auch allgemeine Leiden wie eine permanente körperliche Erschöpfung, Blässe, Schmerzen in unterschiedlichen Organen oder stetiges Erbrechen, welche auf Krebs hinweisen können. In diesem Fall suchen die Betroffenen einen Allgemeinmediziner oder Facharzt auf. Dieser nimmt bei unklarer Diagnostik eine Überweisung zum Onkologen vor. Daher ist es sinnvoll, bei diesen Beschwerden nicht allzu lange zu warten, denn bei Krebs ist der Erkennungszeitpunkt ein wichtiger Part, der über die Heilung entscheiden kann.
Was erwartet die Patientinnen und Patienten beim Onkologen?
Die Haupttätigkeitsbereiche der Onkologen sind neben der Vorbeugung und Diagnostik die Behandlungen und die entsprechende individuelle Nachsorge. Diese beinhaltet insbesondere im Falle bösartiger Tumore eine regelmäßige Nachkontrolle. Ein weiterer Arbeitsbereich der Onkologen ist die Organisation und die Durchführung von Studien, welche zur weiteren Krebsforschung benötigt werden.
Die Onkologie - die Wissenschaft von Krebs- und Tumorerkrankungen ist ein Spezialgebiet, welches sich aus der inneren Medizin heraus gebildet hat:
- Diagnostische Verfahren
Patienten und Patientinnen, die unabhängig von ihrem Lebensalter unter Beschwerden leiden, welche auf eine Krebserkrankunge hinweisen, können sich beim Onkologen zunächst einer eingehenden, zielgerichteten Krankheitserkennung unterziehen. Ganz zentrale Verfahren sind zu diesem Zweck die Entnahmen von Körperflüssigkeiten für Laboruntersuchungen. Des Weiteren dienen ebenfalls medizinische Begutachtungen von Proben verdachtserregender Gewebe im Rahmen der sogenannten Zytologie (Lehre von den Zellen) und Histologie (Lehre von den Geweben). Ergänzend dazu können bildgebende Techniken wie CT, MRT, Röntgen und Ultraschall eingesetzt werden.
Nicht zu unterschätzen sind die einfachen Untersuchungstechniken des Arztes, welche beispielsweise auf der Einschätzung des Erscheinungsbildes und des Zustandes der Haut sowie des Tastens beruhen. Um wirklich sicher zu gehen und unnötige Risiken auszuschließen, muss die Diagnostik jedoch so intensiv wie möglich und so sinnvoll wie nötig sein.
- Behandlungsvarianten der onkologischen Fachärzte
Im Gegensatz zu früher sind innerhalb der Onkologie gegenwärtig hochmoderne und fortschrittliche Therapiemöglichkeiten realisierbar. Die Betroffenen können sich beim Onkologen durch eine operative Entfernung des Tumors, eine sogenannte Strahlenbehandlung oder eine Chemotherapie behandeln lassen. Die chemotherapeutischen Maßnahmen können heutzutage sogar auf die ganz individuellen Gegebenheiten eines Patienten abgestimmt werden und erzeugen daher nicht mehr so gravierende Nebenwirkungen. Bei der Chemotherapie kommt es zur Verabreichung von Substanzen, welche die unkontrollierte Teilung von Körperzellen verhindern. Eine Behandlung, die rein auf anderen Arzneistoffen basiert, beinhaltet enzymatische wirkende und Schmerzmedikamente.
Welche privaten Zusatzleistungen realisiert ein Onkologe?
Um den von einer Krebserkrankung betroffenen Menschen die beste Behandlung zuteilwerden zu lassen, arbeiten die Onkologen mit beinahe allen medizinischen Fachdisziplinen zusammen. Sehr intensiv ist die Verbindung zur Psychoonkologie. Diese kann dazu beitragen, den psychischen Zustand der Patienten zu verbessern und den enormen Leidensdruck etwas zu verringern.
Diese und die angegebenen Maßnahmen werden von den gesetzlichen Krankheiten übernommen. Außerdem erhalten privat versicherte Patientinnen und Patienten Vorteile wie eine Chefarztbehandlung und eine ganze Reihe an labortechnischen Zusatzprogrammen. Die Schmerz- und Akutbehandlung ist jedoch für alle Betroffenen gleich.
Was brauchen die Betroffenen, wenn Sie mit einem Facharzt der Onkologie sprechen möchten?
Onkologische Fachärzte sind überwiegend in Kliniken tätig. In einzelnen Fällen arbeiten diese Mediziner auch in privaten Praxen. Behandelt werden sowohl gesetzlich als auch privat versicherte Erkrankte.
Um sich auf eine Sprechstunde beim Onkologen vorzubereiten, ist es immer besser, sich einen Termin zu besuchen. Im anderen Fall werden die Erkrankten von einem anderen Facharzt in eine Onkologie überwiesen. Sie erhalten dafür einen Überweisungsschein. Für eine Konsultation des Onkologen ohne Überweisungsschein, bei dem auch ein vorheriges Aufsuchen eines Facharztes entfällt, genügt das Vorzeigen der Krankenkassenkarte. Diese enthält alle wichtigen, behandlungsrelevanten Daten der Patienten und wird für die Abrechnung mit den Krankenkassen benötigt.