
Hinweise zur Vorbereitung und Durchführung von Endoskopien
Die Spiegelung oder optische Begutachtung des Körperinneren mit einem Endoskop bedarf einiger Vorbereitungen, bei denen die Mitarbeit der Patientinnen und Patienten unerlässlich ist. Nach einem beratenden und aufklärenden Gespräch müssen die Erkrankten nüchtern sein. Das ist erforderlich, weil diese Untersuchungsmethode immer mit einer Narkose oder einer örtlichen Betäubung einhergeht. Bei einer endoskopischen Darmspiegelung muss die Einnahme von Abführmittel anberaumt werden. Gleichzeitig werden diese Areale mit einer übermäßigen Aufnahme von Flüssigkeit gespült.
Wurde der Eingriff erfolgreich abgeschlossen, bleiben die Untersuchten einige Zeit unter Beobachtung, um nachfolgende Komplikationen rechtzeitig erkennen zu können. Eine Verabreichung von Schmerz- oder Beruhigungsmitteln kann ebenfalls realisiert werden. Das hängt von den Wünschen und dem Befinden der Patienten ab. Unter Umständen verbleiben die Patienten eine Nacht in der Klinik. Nach einer ambulanten Endoskopie sollte immer eine Person zu Hause sein, damit die Patienten nicht allein sind.
Was bringen endoskopische Verfahren?
Die endoskopischen Techniken, welche in dieser medizinischen Fachdisziplin ausgeführt werden, verfolgen ganz unterschiedliche Zwecke. Sie dienen sowohl zur Früherkennung von Erkrankungen als auch zu deren Behandlung und Nachkontrolle.
Hinter der Bezeichnung "Endoskopie" verbirgt sich eine spezielle Technologie, die nicht nur in der Medizin einen festen Platz hat. Die verwendeten Apparaturen ermöglichen es, eine Betrachtung des Inneren des Körpers vorzunehmen. Das Endoskop wird daher beispielsweise in Hohlorgane wie die Gebärmutter oder den Darm sowie in hohle Körpergänge wie Gallen- und Leberwege eingeführt. Des Weiteren lassen sich verschiedene Körperhöhlen ebenfalls mit dem Endoskop beschauen und begutachten.
Mit dem Endoskop wurde den Ärzten und den Patienten eine Technologie offeriert, mit denen die visuelle Betrachtungen der Innenbereiche des Körpers auf eine überaus schonende Art und Weise vorgenommen werden. Umfangreiche operative Eingriffe zur Eröffnung dieser Organe und Organsystem können unterbleiben.
Endoskopische Geräte werden eingesetzt, um einesteils therapeutische Eingriffe durchzuführen und um andererseits bildliche Darstellungen zu gewinnen. Außerdem können mit einem Endoskop minimal-invasiv diagnostisch und behandlungstechnisch bedeutsame Flüssigkeiten oder Gewebe entnommen werden.
Welche Erkrankungen werden vom Facharzt behandelt?
Mit der gezielten Herangehensweise durch ein modernes Endoskop können Krankheiten aus dem Bereich der Darm- und Magenerkrankungen, der Lungen- und Harnblasenerkrankungen sowie der gynäkologisch auffälligen Beeinträchtigungen erkannt und behandelt werden. In der Orthopädie, der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und der Chirurgie sind die Endoskope ebenfalls angesiedelt.
Neben der Vorsorge gegen Darmkrebs bietet die Endoskopie ausgezeichnete Voraussetzungen, um Erkrankungen der Speiseröhre, der Gallengänge, der Gänge der Bauchspeicheldrüse und der Atemwege schon in frühem Stadium zu diagnostizieren. Sogar die Milchdrüsengänge der weiblichen Brust können mit einem extrem kleinen Endoskop betrachtet werden. In der Endoskopie profitieren die Erkrankten insbesondere vom enorm hohen Stand dieser Wissenschaft und der Technik sowie von der umfangreichen fachübergreifenden Tätigkeit der Ausführenden.
Vorstellung beim Mediziner für Endoskopieverfahren
Empfehlenswert für eine weiterführende Diagnostik oder Behandlung bei diesem Facharzt sind ein Überweisungsschein vom Hausarzt, einem Facharzt einer anderen medizinischen Disziplin oder einem Allgemeinmediziner. Für eine Aufnahme in eine Klinik ist ein Überweisungsformular ebenfalls erforderlich.
Nicht immer müssen die unter Beschwerden leidenden Patientinnen und Patienten einen Überweisungsschein mitbringen. Es ist jedoch besser. Nach einer telefonischen Vereinbarung eines Termins können die Erkrankten in die Praxis gehen oder sich in einer Fachklinik anmelden. Im Notfall wird natürlich ohne diese Formalitäten eine Hilfe geleistet. grundlegende Dokumente sind in der Ambulanz die persönliche Versicherungskarte der gesetzlichen oder privaten Krankenkassen und/oder der Personalausweis bei einer stationären Aufnahme.
Wichtige Vorerkrankungen, welche die Patienten beim behandelnden Arzt angeben sollten
Jeder medizinische Eingriff, so harmlos er auch erscheinen mag, ist in jedem Fall mit kleinen oder großen Risiken verbunden. Dies ist auch der Endoskopie der Fall. Deshalb ist es sinnvoll, dass vor Beginn des Verfahrens bereits bestehende Erkrankungen von den Patienten angezeigt werden sollten. Nicht alle Krankheiten sind in dieser Hinsicht bedeutungsvoll. Nicht zu unterschätzen sind jedoch Vorerkrankungen oder Störungen der Gesundheit wie Allergien, welche durch antibiotische oder örtliche verwendete Betäubungsmittel und Schmerzen hemmende Stoffe hervorgerufen werden können. Wurden operative Eingriffe im Magen-Darm-Trakt vorgenommen oder liegt eine Zuckerkrankheit vor, sind diese Kriterien ebenfalls dem Arzt mitzuteilen. Darüber hinaus gelten infektiöse Erkrankungen mit einem chronischen Verlauf, wie HIV oder Hepatitis, sowie Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufs, als unbedingt mitteilungspflichtig. Dasselbe gilt für eine Augenerkrankung, die als Grüner Star bekannt ist und für Personen mit einer Bluterkrankheit.
Manche Patientinnen und Patienten, an denen eine Endoskopie geplant ist, müssen sogenannte lebenswichtige Arzneimittel einnehmen. Dies sollte der Behandler ebenfalls wissen.