Kavernom – Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Ein

Ein Kavernom ist eine gutartige Gefäßfehlbildung: Dabei bilden sich im Gehirn oder Rückenmark kleine, unregelmäßig erweiterte, dünnwandige Blutgefäße („Kavernen“), in denen das Blut langsam fließt. Viele Kavernome bleiben lange unbemerkt und werden zufällig in der Magnetresonanztomografie (MRT) entdeckt. Beschwerden entstehen vor allem, wenn es zu kleinen oder größeren Einblutungen kommt oder wenn das Kavernom epileptische Anfälle auslöst. Die Bedeutung eines Kavernoms im Gehirn hängt stark von Lage, Größe, Blutungsereignissen und individuellen Risikofaktoren ab.

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Andere Bezeichnungen für die Krankheit Kavernom

Cavernom, Kavernom

Bei Kavernom wurde bisher über folgende Medikamente berichtet:

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Novaminsulfon100% 1

Bei Kavernom wurde bisher über folgende Wirkstoffe berichtet:

Wirkstoff%% Bewertung (Durchschnitt)
Metamizol100% 1 (1 Bew.)

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Patienten Berichte über die Anwendung von Novaminsulfon bei Kavernom

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Novaminsulfon 500 mg für Kavernom mit Verdauungsstörungen, Schwindelgefühl, Hautausschlag mit Pickeln

Novaminsulfon ist ein Schmerzmittel . es wird normalerweise 3x tgl 1 Tbl verabreicht . Durch meine sehr starken Schmerzen operationsbedingt im Kopf sowie unteren Extremitäten wurde bei mir die Dosis erhöht auf 4x tgl 2 Tbl plus Eweitere Einnahme nach eigenem Ermessen. Dadurch habe ich...

Novaminsulfon 500 mg bei Kavernom

MedikamentWegen welcher KrankheitDauer der Einnahme
Novaminsulfon 500 mgKavernom7 Monate

Beschreibung der Wirksamkeit und Nebenwirkungen:

Novaminsulfon ist ein Schmerzmittel . es wird normalerweise 3x tgl 1 Tbl verabreicht . Durch meine sehr starken Schmerzen operationsbedingt im Kopf sowie unteren Extremitäten wurde bei mir die Dosis erhöht auf 4x tgl 2 Tbl plus Eweitere Einnahme nach eigenem Ermessen.
Dadurch habe ich zeitweise 12 Tbl tgl über einen längeren Zeitraum eingenommen.
Nebenwirkungen traten dabei nur sehr wenig auf wie zB leichter Hautausschlag mit Pickelbildung und Verdauungsstörungen.
Ich würde dieses Medikament weiterempfehlen.

Eingetragen am  29.08.2013  als Datensatz 55969
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Die Nebenwirkungen dieses Beitrags wurden wie folgt zusammengefasst:

, ,

Bewertung der Medikamente durch den Eintragenden:

Novaminsulfon 500 mg
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Verträglichkeit
Anwendung
Preis/Leistungs-Verhältnis
Empfehlung
Durchschnitt

Wirkstoffe der Medikamente:

Metamizol

Patientendaten:

Geburtsjahr:1965  Die Nebenwirkung ist behoben
Größe (cm):180  Eingetragen durch Patient
Gewicht (kg):74
Geschlecht: -

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Kavernom Krankheit / Anwendungsgebiet - Wissen

Kavernom (zerebrales Kavernom, zerebrale kavernöse Malformation/CCM) – Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Ein Kavernom ist eine gutartige Gefäßfehlbildung: Dabei bilden sich im Gehirn oder Rückenmark kleine, unregelmäßig erweiterte, dünnwandige Blutgefäße („Kavernen“), in denen das Blut langsam fließt. Viele Kavernome bleiben lange unbemerkt und werden zufällig in der Magnetresonanztomografie (MRT) entdeckt. Beschwerden entstehen vor allem, wenn es zu kleinen oder größeren Einblutungen kommt oder wenn das Kavernom epileptische Anfälle auslöst. Die Bedeutung eines Kavernoms im Gehirn hängt stark von Lage, Größe, Blutungsereignissen und individuellen Risikofaktoren ab.

Dieser Beitrag dient der medizinischen Orientierung und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Eine(n) entsprechende(n) Arzt oder Ärztin finden Sie in unserer Arztsuche.

Definition: Was ist Kavernom?

Ein Kavernom (medizinisch: zerebrale kavernöse Malformation) ist eine Gefäßfehlbildung aus blutgefüllten Hohlräumen („Kavernen“), die innen von einer dünnen Gefäßzellschicht ausgekleidet sind und in Bindegwebe liegen. Am häufigsten liegen Kavernome im Gehirn, seltener im Rückenmark (spinales Kavernom).

Kavernome sind keine Krebserkrankung und nicht ansteckend. Klinisch wichtig sind sie vor allem wegen möglicher Blutungen (meist klein, manchmal symptomatisch) und wegen epileptischer Anfälle.

Andere Namen und medizinische Bezeichnungen von Kavernom

  • zerebrales Kavernom (Kavernom im Gehirn)
  • zerebrale kavernöse Malformation / zerebrale cavernöse Fehlbildung
  • Cerebral cavernous malformation (CCM)
  • ältere/uneinheitliche Begriffe: kavernöses Angiom, kavernöses Hämangiom (historisch verwendet; kann missverständlich sein)

Womit Kavernom verwechselt werden kann

Je nach Bildgebung und Beschwerden kann ein Kavernom unter anderem abgegrenzt werden von:

  • Arteriovenöser Malformation (AVM) oder arteriovenösen Fisteln (andere Gefäßfehlbildungen mit typischem Shunt)
  • entwicklungsbedingter Venenanomalie (DVA) (kann begleitend auftreten)
  • anderen Ursachen von Hirnblutungen (z. B. Bluthochdruckblutung, Amyloidangiopathie) – abhängig von Alter und Blutungsmuster
  • selten: blutende Tumoren/Metastasen oder entzündliche Veränderungen (je nach Konstellation)

Welche Differenzialdiagnosen relevant sind, entscheidet sich v. a. anhand von MRT-Merkmalen und dem klinischen Verlauf.

Symptome von Kavernom

Viele Kavernome verursachen keine Symptome. In Studien und klinischen Übersichten werden als häufige Beschwerdebilder beschrieben:

  • Epileptische Anfälle (z. B. fokale Anfälle mit/ohne Bewusstseinsstörung, seltener generalisierte Anfälle)
  • Kopfschmerzen (nicht spezifisch, Zusammenhang hängt u. a. von Blutungen/Ödemen ab)
  • Fokal-neurologische Symptome: z. B. Lähmungen, Gefühlsstörungen, Sprachstörungen, Sehstörungen, Koordinationsstörungen – je nach Lage
  • Symptome einer Blutung: plötzlich auftretende neurologische Ausfälle oder Anfallsereignisse; teils auch schleichende Verschlechterung

Warnzeichen (Notfall): Plötzliche starke Kopfschmerzen, neue Lähmungen/Gefühlsstörungen, Sprach- oder Sehstörungen, anhaltende Bewusstseinsstörung oder ein (erstmaliger) epileptischer Anfall sollten sofort ärztlich abgeklärt werden (Notruf), da u. a. eine Hirnblutung oder ein Schlaganfall dahinterstehen kann.

Ursachen und Risikofaktoren von Kavernom

Kavernome treten sporadisch oder familiär auf.

sporadische Kavernome

  • häufig einzelnes Kavernom.
  • mitunter in Nachbarschaft zu einer entwicklungsbedingter Venenanomalie (DVA).

familiäre Kavernome (erblich)

  • häufig mehrere Kavernome.
  • Erbgang typischerweise autosomal-dominant (in betroffenen Familien kann das Risiko, eine krankheitsverursachende Variante zu vererben, pro Kind etwa 50 % betragen).
  • Bei Verdacht (z. B. mehrere Läsionen, Familienanamnese) kann eine genetische Abklärung sinnvoll sein, gegebenenfalls über eine Fachrichtung wie Humangenetik.

weitere, seltene Zusammenhänge: Multiple Kavernome können nach Ganzhirnbestrahlung entstehen.

Diagnose von Kavernom

Die Diagnostik richtet sich nach Beschwerden (z. B. Anfälle, neurologische Ausfälle) und Bildgebung.

Anamnese und Untersuchung

  • Erfassung von Symptomen (z. B. Anfallsbeschreibung), neurologischer Status.
  • Familienanamnese (Hinweise auf familiäre Form).

Bildgebung

  • MRT ist die wichtigste Untersuchung. Besonders hilfreich sind hämosensitive Sequenzen wie T2* oder SWI. Das sind spezielle MRT-Aufnahmen, auf denen sich kleine Blutabbauprodukte besonders gut erkennen lassen.
  • CT ist v. a. in der Akutsituation sinnvoll, um eine frische Blutung rasch zu erkennen.
  • Digitale Subtraktionsangiographie (DSA) wird bei eindeutiger MRT-Diagnose in der Regel nicht empfohlen, weil Kavernome häufig „angiographisch okkult“ sind, also in der Gefäßdarstellung meist nicht sichtbar sind.
  • Vor einer Operation wird oft eine Kontrastmittel-MRT eingesetzt, u. a. um eine begleitende entwicklungsbedingter Venenanomalie (DVA) zu erkennen.

EEG/Video-EEG

  • Bei Verdacht auf kavernombedingte Epilepsie kann ein EEG hilfreich sein. Das ist eine Untersuchung, bei der die elektrische Aktivität des Gehirns gemessen wird.
  • Bei therapieresistenterEpilepsie wird in spezialisierten Zentren häufig ein Video-EEG-Monitoring zur OP-Planung erwogen.

genetische Diagnostik

  • Bei Verdacht auf familiäre Kavernome (z. B. mehrere Läsionen, positive Familienanamnese) kann ein Gentest nach fachlicher Beratung sinnvoll sein.

Behandlung von Kavernom

Welche Behandlung geeignet ist, hängt insbesondere von Symptomen, Lokalisation (z. B. oberflächlich vs. tief im Hirnstamm), Blutungsereignissen und dem Risiko möglicher Eingriffsfolgen ab. Häufig wird interdisziplinär ( Neurologie, Neurochirurgie, Neuroradiologie, ggf. Strahlentherapie) entschieden.

abwartendes Vorgehen (konservativ)

  • Bei Zufallsbefund ohne Beschwerden oder bei erwartbar hohem OP-Risiko kann regelmäßige Kontrolle (z. B. klinisch und per MRT) sinnvoll sein.
  • Behandlung von Symptomen:
    • Antiepileptika (Anfallsmedikamente) bei epileptischen Anfällen, zum Beispiel Wirkstoffe wie Levetiracetam.
    • rehabilitative Maßnahmen bei neurologischen Defiziten.
  • Für eine medikamentöse Senkung des Blutungsrisikos gibt es keine allgemein etablierte Standardtherapie. Acetylsalicylsäure (ASS) gilt nicht grundsätzlich als kontraindiziert, wenn eine andere medizinische Indikation besteht. Entscheidungen zu Blutverdünnern sollten immer individuell und fachärztlich getroffen werden.

Operation (Resektion)

  • Ziel ist die vollständige mikrochirurgische Entfernung des Kavernoms.
  • Häufig erwogen bei:
    • wiederholten symptomatischen Blutungen mit relevantem Risiko,
    • gut zugänglicher Lage und vertretbarem Operationsrisiko,
    • kavernomassoziierter Epilepsie, insbesondere wenn Anfälle trotz Medikamenten nicht ausreichend kontrolliert sind (in epilepsiechirurgischen Zentren wird dann eine zeitnahe OP-Prüfung empfohlen).
  • Bei kavernomassoziierter Epilepsie kann – wenn möglich – auch die Resektion des Hämosiderinsaums (Blutabbauprodukte im Randbereich) zur Anfallskontrolle eine Rolle spielen.

stereotaktische Radiochirurgie/Bestrahlung

  • Kann in Einzelfällen bei Kavernomen in Hochrisiko-Lokalisationen (z. B. Hirnstamm) mit wiederholten Blutungen diskutiert werden.
  • Der Nutzen zur sicheren Verhinderung erneuter Blutungen ist insgesamt kontrovers, klare Standardindikationen bestehen nicht.

Verlauf, Dauer und Prognose bei Kavernom

Kavernom im Gehirn

Ein Kavernom im Gehirn kann ein reiner Zufallsbefund sein oder Beschwerden auslösen. Entscheidend sind:

  • Ort (z. B. Großhirnrinde vs. tiefe Strukturen/Hirnstamm)
  • vorbestehende Blutung (wichtigster Risikofaktor für erneute Blutungen)
  • Begleitbefunde (z. B. DVA)
  • Anfallsneigung/Anfallskontrolle

Lebenserwartung bei Kavernom

Die Lebenserwartung ist bei vielen Betroffenen nichtverkürzt – insbesondere, wenn das Kavernom keine oder nur geringe Symptome verursacht und keine schweren Blutungen auftreten. Eine ungünstigere Prognose kann bei wiederholten symptomatischen Blutungen, ungünstiger Lage (z. B. Hirnstamm) oder schwer kontrollierbarer Epilepsie bestehen. Aussagen zur Lebenserwartung sind deshalb nur individuell nach ärztlicher Einordnung möglich.

Kavernom-OP: Wie lange ist man krank?

Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit nach einer Kavernom-Operation hängt stark ab von:

  • Lage des Kavernoms und Umfang des Eingriffs,
  • Auftreten neurologischer Defizite oder Anfälle,
  • Art der Tätigkeit (körperlich/konzentrativer Beruf),
  • Reha-Bedarf.

Häufig ist mit mehreren Wochen Genesungszeit zu rechnen. Bei komplexen Eingriffen oder neurologischen Einschränkungen kann es länger dauern. Die konkrete Einschätzung erfolgt durch das behandelnde Zentrum.

Häufige Fragen zu Kavernom

Ist ein Kavernom im Gehirn gefährlich?


Ein Kavernom kann harmlos sein (Zufallsbefund) oder Beschwerden verursachen. Gefährlich wird es vor allem, wenn es zu symptomatischen Blutungen oder schwer kontrollierbaren epileptischen Anfällen kommt.

Welche Symptome kann ein Kavernom machen?


Typisch sind epileptische Anfälle, Kopfschmerzen und je nach Lage neurologische Ausfälle (z. B. Sprach-, Seh-, Gefühls- oder Bewegungsstörungen). Viele Kavernome bleiben aber symptomlos.

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei einem Kavernom?


Bei vielen Betroffenen ist die Lebenserwartung nicht verkürzt. Das Risiko hängt vor allem von Lage, Blutungsereignissen und möglichen Folgeschäden ab und sollte individuell fachärztlich eingeschätzt werden.

Muss ein Kavernom immer operiert werden?


Nein. Bei Zufallsbefund ohne Beschwerden oder hohem OP-Risiko ist häufig ein abwartendes Vorgehen mit Kontrollen sinnvoll. Operiert wird vor allem bei passenden Symptomen und vertretbarem Risiko.

Wie wird ein Kavernom diagnostiziert?


In der Regel durch MRT, besonders mit T2*- oder SWI-Sequenzen. CT ist vor allem in Notfallsituationen zur Blutungsabklärung hilfreich.

Wie lange ist man nach einer Kavernom-OP krankgeschrieben?


Das variiert stark. Oft sind mehrere Wochen nötig, abhängig von Eingriff, Beschwerden, Beruf und Reha-Bedarf.

Kann ein Kavernom wieder bluten?


Ja. Das Risiko ist nach einer bereits stattgehabten Blutung meist erhöht – insbesondere in den ersten Monaten/Jahren danach. Ort (z. B. Hirnstamm) spielt eine große Rolle.

Ist ein Kavernom ansteckend oder vererbbar?


Ansteckend ist es nicht. Es gibt aber familiäre (erblich bedingte) Formen, bei denen mehrere Kavernome auftreten können.

Darf man mit einem Kavernom Sport treiben?


Das hängt von Beschwerden (Anfälle), Blutungsrisiko und individuellen Faktoren ab. Sport sollte mit der behandelnden Neurologie/Neurochirurgie besprochen werden, besonders bei Kontaktsportarten oder erhöhtem Sturzrisiko.

Quellen

Autor

Elisabeth Maußner ist studierte Journalistin und schreibt bei der ärzte.de MediService GmbH & Co. KG seit 2017 zu medizinischen Themen. Ihr Ziel: komplexe Zusammenhänge und wissenschaftliche Hintergründe einfach und für jeden verständlich auszudrücken. Die erfahrene Autorin hat bereits über 400 Artikel zu Gesundheits- und Medizinthemen verfasst, die u.a. auf aerzte.de, sanego.de und arzttermine.de veröffentlicht wurden.

Außerdem durfte sie Erfahrung beim Radio und beim Produzieren von Videos sammeln.

Persönlich interessiert sie sich insbesondere für Kinder- und Frauengesundheit, eine ausgewogene, intuitive Ernährung und die Digitalisierung im Gesundheitswesen.