Aerinaze

Aerinaze Patienteninformation

Aerinaze Tabletten enthalten eine Kombination aus zwei arzneilich wirksamen Bestandteilen: Desloratadin, ein Antihistaminikum und Pseudoephedrinsulfat, ein Dekongestivum (ein Schleimhaut abschwellendes Arzneimittel).

Antihistaminika tragen zur Linderung der allergischen Beschwerden bei, indem sie verhindern, dass Histamin, eine körpereigene Substanz, seine Wirkung entfalten kann....

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In Aerinaze kommen folgende Wirkstoffe zum Einsatz

Pseudoephedrin, Desloratadin

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Aerinaze Patienteninformationen

Was ist Aerinaze und wofür wird es angewendet?

Was ist Aerinaze?
Aerinaze Tabletten enthalten eine Kombination aus zwei arzneilich wirksamen Bestandteilen: Desloratadin, ein Antihistaminikum und Pseudoephedrinsulfat, ein Dekongestivum (ein Schleimhaut abschwellendes Arzneimittel).

Wie wirkt Aerinaze?
Antihistaminika tragen zur Linderung der allergischen Beschwerden bei, indem sie verhindern, dass Histamin, eine körpereigene Substanz, seine Wirkung entfalten kann. Dekongestiva lindern die Verstopfung (Blockade/Stauung) der Nase.

Wann ist Aerinaze anzuwenden?
Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren lindern Aerinaze Tabletten Beschwerden, die in Zusammenhang mit saisonaler allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) auftreten, wie Niesen, laufende oder juckende Nase und tränende oder juckende Augen bei gleichzeitiger Verstopfung der Nase.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Aerinaze beachten?

Aerinaze darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Desloratadin, Pseudoephedrinsulfat, adrenerge Arzneimittel, einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels oder Loratadin sind
- wenn Sie Bluthochdruck, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben oder bereits einen Schlaganfall hatten
- wenn Sie ein Glaukom (Erhöhung des Augeninnendruckes, sog. „Grüner Star“), Schwierigkeiten beim Wasserlassen, einen Harnwegsverschluss oder eine Schilddrüsenüberfunktion haben
- wenn Sie mit einem Monoaminoxidase(MAO)-Hemmer (einer Klasse von Antidepressiva) behandelt werden bzw. wenn die Anwendung eines MAO-Hemmers innerhalb der letzten 2 Wochen beendet wurde.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bestimmte Umstände können Sie besonders empfindlich gegenüber dem Schleimhaut abschwellenden Arzneimittel Pseudoephedrinsulfat machen, das in diesem Arzneimittel enthalten ist. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Aerinaze einnehmen,
- wenn Sie 60 Jahre oder älter sind. Ältere Erwachsene können empfindlicher auf die Wirkung dieses Arzneimittels reagieren
- wenn Sie einen Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) haben
- wenn Sie Geschwüre im Magen-Darm-Trakt haben, die zu einer Verengung des Magens, des Dünndarms oder der Speiseröhre führen (stenosierendes peptisches Ulcus)
- wenn Sie einen Darmverschluss haben (Verschluss des Magenausgangs oder des Zwölffingerdarms).
- wenn Sie eine Verengung/Verschluss des Blasenhalses haben (Blasenhalsobstruktion)
- wenn Sie bekannte Schwierigkeiten beim Atmen haben aufgrund eines Krampfs der Lungenmuskulatur (Bronchospasmen)
- wenn Sie Probleme mit der Leber, den Nieren oder der Blase haben.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn bei Ihnen folgende Zustände auftreten oder diagnostiziert werden, da diese Ihnen möglicherweise empfehlen werden, die Behandlung mit Aerinaze abzubrechen:
- Bluthochdruck
- Herzjagen, Herzklopfen
- Herzrhythmusstörungen
- Übelkeit und Kopfschmerzen oder eine Verstärkung bestehender Kopfschmerzen bei der Einnahme von Aerinaze
- wenn in Ihrer Krankengeschichte oder in Ihrer Familie Krampfanfälle bekannt sind
- schwere Hautreaktionen, einschließlich Anzeichen und Symptome wie Hautrötung oder viele kleine Pickel, mit oder ohne Fieber.
Falls bei Ihnen eine Operation geplant ist, kann Ihr Arzt Ihnen dazu raten, Aerinaze 24 Stunden davobzusetzen.
Bei einem der aktiven Bestandteile von Aerinaze, Pseudoephedrinsulfat, besteht die Gefahr eines Missbrauchs und Pseudoephedrinsulfat kann in großen Mengen giftig sein. Eine dauerhafte Einnahmann dazu führen, dass mehr als die empfohlene Dosis von Aerinaze eingenommen wird, um die erwünschte Wirkung zu erzielen, was zu einem erhöhten Überdosierungsrisiko führt. Beim plötzlichen Absetzen der Behandlung kann es zu Depressionen kommen.

Laboruntersuchungen
Setzen Sie Aerinaze mindestens 48 Stunden vor der Durchführung von Hauttests ab, da Antihistaminika das Ergebnis des Hauttests beeinflussen können. Bei Sportlern kann Aerinaze zu positiven Dopingtests führen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Verabreichen Sie dieses Arzneimittel keinen Kindern unter 12 Jahren.

Einnahme von Aerinaze zusammen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
Dies ist besonders wichtig, bei der Anwendung der folgenden Arzneimittel:
- Digitalis, ein Medikament zur Behandlung von bestimmten Herzkrankheiten
- Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (z. B. α-Methyldopa. Mecamylamin, Reserpin, Veratrum Alkaloide und Guanethidine)
- Orale oder nasale Dekongestiva (wie z. B. Phenylpropanolamin, Phenylephrin, Ephedrin, Oxymetazolin, Naphazolin)

- Diät-Mitteln (Appetitzüglern)
- Amphetaminen
- Arzneimitteln zur Behandlung von Migräne, z. B. Ergot-Alkaloide (wie Dihydroergotamin, Ergotamin oder Methylergometrin)
- Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson’schen Krankheit oder Unfruchtbarkeit, z. B. Bromocriptin, Cabergolin, Lisurid und Pergolid
- Antacida bei Verdauungsstörungen oder Magenverstimmungen
- das Medikament Kaolin zur Behandlung von Durchfall
- trizyklische Antidepressiva (wie z. B. Nortriptylin) , Antihistaminika (wie z. B. Cetirizin, Fexofenadin).

Einnahme von Aerinaze zusammen mit Alkohol
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal über etwaigen Alkoholkonsum während der Einnahme von Aerinaze. Alkoholkonsum während der Einnahme von Aerinaze wird nicht empfohlen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat.
Von der Einnahme von Aerinaze während der Schwangerschaft wird abgeraten.
Von verminderter Milchproduktion bei stillenden Müttern wurde im Zusammenhang mit Pseudoephedrinsulfat, einem Bestandteil von Aerinaze, berichtet. Sowohl Desloratadin als auch Pseudoephedrinsulfat werden in die Muttermilch ausgeschieden. Von der Einnahme von Aerinaze während der Stillzeit wird abgeraten.

Zeugungs-/Gebärfähigkeit
Daten zur männlichen Zeugungsfähigkeit/weiblichen Gebärfähigkeit liegen nicht vor.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Bei Einnahme in der empfohlenen Dosierung ist nicht damit zu rechnen, dass dieses Arzneimittel Ihre Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Obwohl es bei den meisten Personen zu keiner Schläfrigkeit kommt, wird empfohlen, sich nicht an Aktivitäten (wie das Fahren eines Fahrzeugs oder das Bedienen von Maschinen), die geistiger Aufmerksamkeit bedürfen, zu beteiligen, bis sich Ihr persönliches Ansprechen auf das Arzneimittel eingestellt hat.

Wie ist Aerinaze einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt, Apotheker oder deedizinischen Fachpersonal ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
Die empfohlene Dosis beträgt eine Tablette zweimal täglich mit oder ohne Mahlzeit zusammen mit einem Glas Wasser. Dieses Arzneimittel ist zum Einnehmen.
Schlucken Sie die Tablette ganz. Sie dürfen die Tablette vor dem Schlucken nicht zerbeißen, zerbrechen oder kauen.
Nehmen Sie nicht mehr Tabletten ein als empfohlen. Nehmen Sie die Tabletten nicht häufiger ein als empfohlen.
Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht länger als an 10 aufeinanderfolgenden Tagen ein, es sei denn, Ihr Arzt hat Ihnen andere Anweisungen gegeben.

Wenn Sie eine größere Menge von Aerinaze eingenommen haben, als Sie sollten
Informieren Sie sofort Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine größere Menge Aerinaze eingenommen haben als Sie sollten.

Wenn Sie die Einnahme von Aerinaze vergessen haben
Wenn Sie vergessen haben, eine Dosis rechtzeitig einzunehmen, holen Sie die Anwendung so bald wie möglich nach und wenden Sie die nächste Dosis zum vorgesehenen Zeitpunkt an. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Aerinaze abbrechen
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die folgenden Nebenwirkungen wurden in Studien beobachtet:
Häufig: betrifft bis zu 1 von 10 Anwendern
- Herzjagen
- Appetitlosigkeit
- Müdigkeit
- Rastlosigkeit mit vermehrter
- Verstopfung
- Kopfschmerzen körperlicher Aktivität
- Schlafstörungen
- Mundtrockenheit
- Nervosität
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Halsschmerzeelegentlich: betrifft bis zu 1 von 100 Anwendern
- Herzklopfen oder
- Rachentrockenheit
- Juckreiz Herzrhythmusstörungen
- Magenschmerzen
- Schüttelfrost
- vermehrte körperliche
- Magenverstimmung
- Verminderung des Aktivität
- Übelkeit (Nausea)
Geruchssinns
- Hautrötung
- Stuhlveränderungen
- auffällige Leberwerte
- Hitzewallung
- Schmerzen oder
- Unruhe
- Verwirrung Schwierigkeiten beim
- Angst
- verschwommenes Sehen Wasserlassen
- Reizbarkeit
- trockenes Auge
- Zucker im Urin
- Nasenbluten
- erhöhte Blutzuckerwerte
- Nasenreizungen
- Durst
- Nasenentzündungen
- Harnverhalt
- laufende Nase
- Veränderung bei der
- Nasennebenhöhlenentzün- Häufigkeit des dungen Wasserlassenehr selten: Folgende nach Markteinführung von Desloratadin berichtete Nebenwirkungen betreffen bis zu 1 von 10.000 Anwendern

- schwere allergische
- Erbrechen
- Muskelschmerzeeaktionen (Atemnot,
- Durchfall
- Krampfanfällfeifendes Atmen, Juckreiz,
- Halluzination
- Leberentzündung Nesselausschlag und
- auffällige Leberwertchwellungen)
- Hautausschlägicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
- anomales Verhalten
- Aggression
- veränderter Herzschlag
- Gewichtszunahme,
- - verstärkter Appetiber Fälle von schweren Hautreaktionen, einschließlich Anzeichen und Symptome wie Fieber, Hautrötung oder viele kleine Pickel,wurde bei Pseudoephedrin-haltigen Produkten berichtet.

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen . Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Aerinaze aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar bis" bzw. „EXP" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht über 30 °C lagern. Blisterpackungen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Datenquelle: European Medicines Agency
Stand der Informationen: Januar 2021

Laut Packungsbeilage können bei der Einnahme von Aerinaze folgende Nebenwirkungen auftreten

Häufig  (1 - 10%)

Kopfschmerzen

Müdigkeit

Verstopfung

Benommenheit

Halsschmerzen

Schwindel

Schlafstörungen

Mundtrockenheit

Appetitlosigkeit

Herzjagen

Rastlosigkeit mit vermehrter körperlicher Aktivit…

Zucker im Urin

erhöhte Blutzuckerwerte

Nervosität

Durst

Gelegentlich  (0,1 - 1%)

laufende Nase

Übelkeit

Schwierigkeiten beim Wasserlassen

Schüttelfrost

Herzklopfen

Reizbarkeit

Nasenbluten

verschwommenes Sehen

Juckreiz

Magenschmerzen

Hautrötung

Hitzewallungen

Unruhe

Angst

Magenverstimmung

Herzrhytmusstörungen

Nasenentzündungen

Veränderung bei der Häufigkeit des Wasserlassens

vermehrte körperliche Aktivität

Nasennebenhöhlenentzündungen

Rachentrockenheit

Verminderung des Geruchssinns

Verwirrung

auffällige Leberwerte

trockene Augen

Stuhlveränderungen

Schmerzen beim Wasserlassen

Nasenreizungen

Harnverhalt

Sehr selten  (0 - 0,01%)

schwere allergische Reaktionen

Herzklopfen

Herzjagen

Bauchschmerzen

Übelkeit

Erbrechen

Durchfall

Schwindel

Benommenheit

Muskelschmerzen

Halluzinationen

Rastlosigkeit mit vermehrter körperlicher Aktivit…

Leberentzündung

pfeifendes Atmen

Nesselausschlag

Schwellungen

Krampfanfälle

Atemnot

Schlafstörungen

Juckreiz

Magenbeschwerden

Hautausschläge

auffällige Leberwerte

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