Das Basaliom, oder Basalzellkarzinom, zählt zu den Tumoren der Haut, ist aber im Gegensatz etwa zum malignen Melanom weniger gefährlich und wird deshalb als semimaligne (gewebezerstörend und -verdrängend, jedoch sehr selten metastasierend) bezeichnet.
Bei der Arthrose handelt es sich um eine degenerative Gelenkerkrankung. Es kommt z.B. infolge von Unfällen, anstrengenden sportlichen Aktivitäten oder Entzündungen zu einer Zerstörung des Knorpels, der im Gelenk den Knochen schützend überzieht und für ein reibungsloses Gleiten der Gelenkflächen sorgt. Diese Zerstörung führt zu einer stark schmerzenden Gelenkfunktion. Therapeutisch bleibt oft nur der Austausch durch ein künstliches Gelenk oder die Behandlung der Schmerzen. Neuere Verfahren testen ein Anzüchten von Knorpelzellen im Labor und anschließende Transplantation.
Arthrose bezeichnet einen Gelenkverschleiß, also eine Gelenkabnutzung, die das altersübliche Maß überschreitet. Ursachen können neben Fehlstellungen der Gelenke auch knöcherne Deformierungen sein, die durch eine Knochenerkrankung wie der Osteoporose entstehen können. Grundsätzlich können alle Gelenke von arthrotischen Veränderungen betroffen sein. In absteigender Reihenfolge sind die Wirbelgelenke, Knie-, Schulter-, Zehen-, Hüft-, Fuß- und Handgelenke betroffen. Menschen jenseits des 60. Lebensjahr weisen zu 63% eine behandlungsbedürftige Degeneration der Wirbelgelenke und zu 58% der großen Gelenke, wie Hüft- oder Kniegelenke, auf. Diese Zahlen verdeutlichen den Stellenwert, den die Arthrose in der heutigen medizinischen Versorgung hat.
Bei der Rosazea handelt es sich um eine schubweise verlaufende, chronisch entzündliche Hauterkrankung im zentralen Gesichtsbereich.
Die Speicheldrüsenentzündung, in Fachkreisen Sialadenitiden genannt, kann eine Vielzahl von Auslösern haben. Am verbreitetsten ist die Virusinfektion der Ohrspeicheldrüse (Glandula parotidea) die am häufigsten durch das Mumpsvirus ausgelöst wird. Es kann aber auch im Rahmen anderer viraler oder bakterieller Infektionen zu einer Speicheldrüsenentzündung kommen. Darüber hinaus können auch Erkrankungen wie die Tuberkulose, Lues oder die Katzenkratzkrankheit zu einer Entzündung der Speicheldrüsen führen. Typisch für solche Sialadenitiden ist eine diffuse, schmerzhafte Schwellung der erkrankten Drüse. Fieber kann, muss aber nicht auftreten. Bei der Therapie kommen bei bakteriellen Entzündungen Antibiotika zum Einsatz, bei viralen Entzündungen werden primär die Symptome bekämpft. Bei Komplikationen kann ein chirurgisches Vorgehen nötig werden. Eine Mumpsimpfung ist vorhanden und wird empfohlen.
Eine Adnexitis' bezeichnet eine ein- oder beidseitige Entzündung der weiblichen Adnexe (Eileiter und Ovar). Meist handelt es sich hierbei um eine aufsteigende Infektion aus den unteren Genitalabschnitten mit den Bakterien Neisseria gonorrhoeae, Chlamydien aber auch aerobe und anaerobe Mischinfektionen. Die betroffenen Frauen leiden Schmerzen im Unterbauch, Ausfluss bis hin zu Darmkrämpfen. Behandelt wird die Adnexitis mit Antibiotika , bei Komplikationen kann in seltenen Fällen auch eine Operation notwendig werden.
Die Angina tonsillaris ist der medizinische Fachausdruck für die Mandelentzündung. Am häufigsten ist die Gaumenmandel betroffen, bei der es zu einer Infektion mit Bakterien kommt. Dies kann man durch Eiterstippchen auf den vergrößerten Mandeln beim Blick in den Rachen erkennen. Da als Folgeerkrankung ein rheumatisches Fieber droht (Endokarditis und Arthritis) sollte jede Mandelentzündung antibiotisch behandelt werden.
Bei der Angina Tonsillaris (auch Streptokokkenangina genannt) handelt es sich um eine akute, bakterielle Entzündung der Gaumenmandeln (Tonsillae palatinae). Am häufigsten wird diese Entzündung durch β-hämolysierende Streptokokken, seltener durch Staphylokokken, Haemophilus influenzae oder Pneumokokken hervorgerufen. Besonders häufig ist die Krankheit bei Kindern und Jugentlichen.
Das Akustikusneurinom ist ein langsam wachsender, gutartiger Tumor des inneren Gehörgangs und des Kleinhirn-Brücken-Winkels, welcher aus den Schwann-Zellen des Nervus vestibulocochlearis hervorgeht. Das ''Vestibularisschwannom, wie es auch genannt wird, kann lange Zeit symptomlos bleiben. Wenn Symptome auftreten, dann kommt es typischerweise zu einer einseitigen Hörstörung, die sich als Tinnitus, Hörverlust oder Dysakusis (Hörverzerrung) äußert. Selten kann es auch zu Schwindel kommen. Bei kleinen Tumoren kann eine regelmäßige Verlauskontrolle ausreichen, größere Tumore, vor allem solche die starke Symptome hervorrufen, werden operativ entfernt.
Bei Morbus Addison (auch sog. Bronzehautkrankheit) handelt es sich um eine chronische Unterfunktion oder einen kompletten Funktionsausfall der Nebennierenrinde mit daraus folgender verminderter oder komplett ausgefallener Produktion aller Nebennierenrindenhormone (Mineralo- und Glukokortikoide, Androgene).
Das Asthma bronchiale gehört zu den obstruktiven Lungenerkrankungen, d.h. es kommt zu einer Einengung der Atemwege. Das Lungengewebe zum Atmen selbst ist in der Regel nicht betroffen. Betroffene können plötzlich in Stresssituationen oder aufgrund einer Allergie eine schwerwiegende Atemnot entwickeln, die unbehandelt tödlich enden kann. In diesem Fall ist das schnelle Einatmen eines atemweg-entspannenden Arzneimittels, z.b. Salbutamol erforderlich. Eine Vorbeugung kann über Cortison erfolgen, das auch über ein Pumpspray eingeatmet werden muss.
Das Asthma bronchiale stellt die mit Abstand häufigste chronische-enzündliche Erkrankung des Menschen dar. Definiert ist Asthma als eine anfallsweise Atemnot durch reversible Obstruktion der unteren Luftwege. Ausgelöst wird diese Einengung durch eine entzündungsbedingte Schleimhautschwellung, vermehrte Schleimproduktion und durch Konstriktion der glatten Bronchialmuskulatur.
In Deutschland leiden etwa 2-3% der Menschen an Asthma. Die Erkrankungshäufigkeit nimmt jedoch, wie bei anderen allergischen Erkrankungen weiter dramatisch zu.
Der Brustkrebs wird im Fachdeutsch als Mammakarzinom bezeichnet und ist der häufigste bösartige Tumor bei der Frau. Von allen weiblichen Tumoren weist der Brustkrebs auch die höchste Sterblichkeit auf, die jedoch aufgrund von Früherkennung und verbesserten Behandlungsmethoden rückläufig ist.
Das ADH-Syndrom, auch als Aufmerksamkeits-Defizit-(Hyperaktivitäts-)Syndrom bezeichnet ist eine psychiatrische Erkrankung, die bereits im Kindesalter beginnt und für die Betroff...
Das Brown-Séquard-Syndrom beschreibt einen Symptomkomplex, bestehend aus Empfindungsstörungen und Lähmungen scheinbar diffuser Art unterhalb einer halbseitigen Rückenmarksläsion.
Der Morbus Sudeck tritt gehäuft nach Knochenbrüchen mit sehr brüsken Repositionsmanövern auf. Die genaue Ursache ist nicht geklärt. Die Krankheit verläuft in mehreren Stadien. Durch eine Schädigung der Nerven kommt es zu starken Schmerzen, im weiteren Verlauf zu Schwellungen, abnorme Verfärbung, Haarwuchs und Funktionsverlust der Extremität. Eine Behandlung ist schwierig und oftmals können die Beschwerden nicht komplett beseitigt werden. Zum Einsatz kommen hochpotente Schmerzmittel.
Bei einer Mastozytose handelt es sich nicht direkt um eine Erkrankung, sondern im Blutbild der Betroffenen liegt eine erhöhte Zahl von Mastzellen vor. Mastzellen gehören zum kör...
Das Ulnarissyndrom bezeichnet eine Lähmung des N. ulnaris, die sich in einer "Krallenhand" und in sensiblen Störungen an der Außenseite der Hand äußern kann.
Ursächlich dafür k...
Eine Neurose ist eine Verhaltens- und Erlebnisstörung, die mit einem unbewussten intrapsychischen Triebimpuls/ Triebabwehrkonflikt zusammenhängen. Betroffene versuchen den inner...
Das Klinefelter-Syndrom (gesprochen: Kleinfelter), auch KS, bezeichnet die Auswirkungen einer besonderen Chromosomenkonstellation.
Normalerweise haben Männer einen Chromosomensatz mit einem X- und einem Y-(Karyotyp 46,XY). Bei Männern mit Klinefelter-Syndrom wird meist ein zusätzliches X-Chromosom nachgewiesen (Karyotyp 47,XXY). In selteneren Fällen können auch andere Chromosomenkonstellationen auftreten.
Wie es zu der Fehlverteilung der Chromosomen kommt, ist noch nicht geklärt. Manche Menschen bezeichnen das Klinefelter-Syndrom als "Laune der Natur". Andere sprechen von einem „XXY-Zustand“. Es ist weder eine Krankheit noch eine Behinderung.
In Deutschland leben etwa 80.000 Jungen und Männer mit diesem Syndrom. Mehr als 90 Prozent davon wurden bisher noch nicht erkannt.
Langjährigen Erfahrungen mit mehreren Hundert Betroffenen haben gezeigt, dass die Auswirkungen individuell sehr verschieden sind und es deshalb keine allgemein gültigen Aussagen geben kann. Eines der wichtigsten Merkmale jedoch ist eine Unterfunktion der Hoden: Diese produzieren beim größten Teil der Betroffenen gar keine oder nur sehr geringe Mengen des männlichen Sexualhormons Testosteron – mit unterschiedlichen Auswirkungen.
Die vielfach beschriebene Gynäkomastie - Ansatz zu, oder ausgebildete weibliche Brust - und eine weibliche Scharmbehaarung, trifft nicht auf alle Betroffenen zu. Oder es wird davon berichtet, dass die geistige Entwicklung all zu oft im unterem Normbereich liegt. Auch dem ist nicht so - ganz im Gegenteil – sehr viele KS-Betroffene haben studiert und stehen auch im Alltag ihren Mann! Ferner wird auch für KS-Betroffene Männer keine sozialpädagogische Betreuung benötigt!
Viele in dieser Art veröffentlichten Berichte (veraltet), haben in der Vergangenheit dazu geführt das werdende Eltern sich zu einem Schwangerschaftsabbruch entschieden haben. Dafür liegt überhaupt kein Grund vor!
Die Mitralklappeninsuffizienz gehört zu den Herzvitien. Die Mitralklappe zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer schließt nicht mehr richtig. Während der Auswurfp...