
Ein Implantologe arbeitet im Bereich der Zahnmedizin und hat die Aufgabe, fehlende Zähne mit Implantaten zu ersetzen. Weil Universitäten mit der üblichen zahnärztlichen Approbation die Erlaubnis zur Ausübung der Zahnheilkunde erteilt bekommen und es kein Basislehrfach im Bereich der Implantologie gibt, besteht teilweise eine enorme Ausbildungslücke. Manche Ärzte verfügen über Zertifikate, die allerdings nicht immer einen zuverlässigen Spiegel der implantologischen Fähigkeiten darstellen.
Was ist die Implantologie überhaupt?
Früher oder später wird jeder Mensch Zähne verlieren, die ersetzt werden müssen. Dem Patienten stehen in diesem Fall verschiedene Möglichkeiten offen, jedoch stellen Implantate derzeit die beste Methode dar, fehlende Zähne zu ersetzen. Das Zahnimplantat wird gewissermaßen als künstliche Zahnwurzel fungieren und fest im Mundraum sitzen. Das Teilgebiet der Zahnmedizin, welches sich mit dem Einsetzen von Zahnimplantaten befasst, heißt Implantologie. Sie gehört der zahnärztlichen Chirurgie an und wird seit ungefähr 10 Jahren flächendeckend in verschiedenen Praxen ausgeübt.
Wie verläuft die Ausbildung?
Es gibt viele verschiedene Fachgesellschaften wie die DGZI, BDIZ, EDI und DGOI, die Zahnärzten die chirurgischen Fähigkeiten der Implantologie näher bringen. Jeder Zahnarzt, der ein sogenanntes Curriculum erfolgreich absolviert, eine bestimmte Anzahl von Implantaten gesetzt hat und an einem gewissen Umfang von Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen hat, darf die Bezeichnung "Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie" für 5 Jahre tragen. Wenn nach den 5 Jahren nochmals an Fortbildungen teilgenommen wurde, kann eine Verlängerung der Bezeichnung beantragt werden. Es muss dann allerdings auch eine gewisse Anzahl von gesetzten Implantaten nachgewiesen werden.
Aufgaben der Implantologie
Ein Implantologe nimmt eine sehr große Verantwortung auf sich und muss die chirurgische Disziplin einwandfrei beherrschen, um zu einem guten Ergebnis zu gelangen. Das Ziel der Implantologie besteht darin, dem Patienten einen Teil seiner Angst vor dem Eingriff zu nehmen und ihn über alles recht gut und einfach aufzuklären. Oftmals kommen Patienten mit einem Trauma der Zahnentfernung zum Implantologen und befürchten, dass es bei dieser Behandlung nicht anders verlaufen wird. Begleiterscheinungen, die nach dem Eingriff auftreten können, dürfen nicht ausgeprägt sein. In diesem Fall müsste der Patient nämlich mehrere Tage zuhause bleiben, da die Gesichtsschwellungen und Schmerzen zu groß sind. Andererseits handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff in der Mundhöhle, der zur Heilung eine gewisse Zeit benötigt. Es ist jedoch wichtig, dem Patienten in Gesprächen die Angst zu nehmen und auf besondere Anliegen einzugehen. Nur dann kann eine vertrauensvolle Beziehung geschaffen werden. Die Beschwerden können nach dem Eingriff gemindert werden, indem homöopathische Mittel wie Symphytum oder Arnica verabreicht werden. Demnach arbeiten Implantologen des Öfteren mit Heilpraktikern zusammen, um gemeinsam eine passende Therapie zu finden. Arnica wird die Wundheilung stimulieren und den Organismus auf die Heilung vorbereiten.
Einheilen des Implantates
Sobald das Implantat sitzt, wird es zu einer Abscheidungsreaktion des Körpers kommen. Das Implantat wird vom Körper als Fremdkörper angesehen und vom Knochen eingekapselt (isoliert). Durch diesen Vorgang wird die hohe Festigkeit erreicht, die so nur bei Implantaten beobachtet werden kann. Die meisten Zahnimplantate bestehen aus Titan, das als sehr gewebeverträglich gilt und vom Knochen sozusagen "geliebt" wird. Zwischen Implantat und Knochen entsteht eine einheitliche Bindung ohne Spalt. Wenn andere Metalle verwendet werden, wird es womöglich lediglich zu "bindegewebigen" Einkapslungen kommen. Das zeigt sich insbesondere an einigen Kriegsverletzten, die quasi wandernde Granatsplitter in den Knochen hatten. Die Metallstücke konnten einfach entfern werden, wenn sie durch die Haut traten. Mit einem Implantat darf das natürlich nicht passieren - auch nicht nach 10 oder 20 Jahren. Der wichtigste Vorteil dieser Zahnersatz-Methode ist nämlich unter anderem die lebenslange Haltbarkeit.
Zahnimplantate
Im Prinzip kann jeder fehlende Zahn durch ein Zahnimplantat ersetzt werden. Meistens ist das aber gar nicht notwendig, da lediglich die Kau- und Stützzonen wiederhergestellt werden sollen. Da die Implantate in den Knochen eingesetzt werden, fragen sich viele Patienten immer wieder, ob der eigene Knochen überhaupt für diese Behandlung geeignet ist. Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist, dass genügende Kochen mit guter Qualität vorhanden sind. Falls dies nicht der Fall ist, muss zuvor ein ausreichendes Knochenlager geschaffen werden. Um dies zu beurteilen, muss der Arzt ein Röntgenbild anfertigen. Die Operation wird in der Regel ambulant ausgeführt und bedarf einer lokalen Betäubung, sodass der Patient keine Schmerzen spüren wird. Nach dem Eingriff kann es unter Umständen zu leichten Schwellungen kommen.