Gesundheit aktuell - Krankheiten

  • Toxoplasmose

    Nahaufnahme

    Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch den einzelligen Parasiten Toxoplasma gondii verursacht wird. Bei gesunden Menschen verläuft die Infektion sehr häufig ohne Beschwerden oder nur mit milden, grippeähnlichen Symptomen. Medizinisch bedeutsam ist Toxoplasmose vor allem in der Schwangerschaft, wenn sich eine Frau erstmals während der Schwangerschaft ansteckt. Dann kann der Erreger über die Plazenta auf das ungeborene Kind übergehen. Das kann ohne erkennbare Folgen bleiben, aber auch Augen, Gehirn und die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen.

    Auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem, zum Beispiel bei bestimmten Krebserkrankungen, nach Organtransplantation oder bei fortgeschrittener HIV-Infektion, können schwer erkranken, weil eine ruhende („latente“) Infektion wieder aktiv werden kann.

  • Aktinische Keratose

    Eine

    Die aktinische Keratose ist eine durch UV-Strahlung (Sonnenlicht) verursachte, meist langsam entstehende Hautveränderung an chronisch lichtgeschädigter Haut. Typisch sind raue, schuppige Stellen, die oft eher zu ertasten als zu sehen sind. Medizinisch gilt sie als Vorstufe bzw. Frühform eines Plattenepithelkarzinoms der Haut (heller Hautkrebs).

    Weil sich aus aktinischen Keratosen in manchen Fällen ein invasiver Hautkrebs entwickeln kann und das individuelle Risiko nicht zuverlässig vorhergesagt werden kann, wird eine ärztliche Abklärung und Behandlung empfohlen. Es gibt verschiedene Therapieoptionen, von Kryotherapie (Vereisung) bis zu Cremes/Salben und photodynamischer Therapie (PDT). Welcher Therapieansatz am sinnvollsten ist, entscheidet das behandelnde Fachpersonal.

  • Hyperekplexie

    Ein

    Hyperekplexie ist eine seltene neurologische Erkrankung, bei der Betroffene auf unerwartete Reize (z. B. Geräusche, Berührung, Licht) mit einer übermäßig starken Schreckreaktion reagieren. Bei der klassischen, angeborenen Form („konnatale“ bzw. häufiger: kongenitale Hyperekplexie) beginnen die Symptome meist schon im Neugeborenenalter. Typisch sind eine ausgeprägte Muskelsteife (Hypertonie) im Wachzustand und nach dem Schreckreiz eine kurze Phase starrer Unbeweglichkeit, häufig ohne Bewusstseinsverlust. Die Beschwerden können Epilepsie nachahmen, die Ursachen und Untersuchungsbefunde sind jedoch oft anders (z. B. normales EEG). Hyperekplexie ist wichtig zu erkennen, weil die Erkrankung in vielen Fällen gut behandelbar ist und weil im Säuglingsalter Atemprobleme (z. B. Apnoen) und Verletzungen durch Stürze relevant sein können.

  • Magenresektion.

    Eine

    Eine Magenresektion ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein chirurgischer Eingriff: Dabei wird ein Teil des Magens operativ entfernt. Sie kann notwendig werden, wenn Erkrankungen des Magens oder des Magenausgangs (Pylorus) nicht ausreichend anders behandelbar sind – am häufigsten im Zusammenhang mit Magenkrebs (Magenkarzinom), seltener bei Komplikationen von Magengeschwüren oder anderen Befunden. Je nach Ausmaß unterscheidet man unter anderem eine distale (untere), proximale (obere) oder subtotale (fast vollständige) Magenresektion. Die vollständige Entfernung heißt Gastrektomie. Nach der Entfernung muss die Nahrungspassage wiederhergestellt werden. Dazu wird der verbleibende Magen je nach Situation entweder mit dem Zwölffingerdarm oder mit einer Dünndarmschlinge verbunden, zum Beispiel nach Billroth I, Billroth II oder als Roux-en-Y-Rekonstruktion. Die Entscheidung für Art und Umfang des Eingriffs trifft immer ein spezialisiertes Behandlungsteam.

  • Torticollis spasmodicus

    Eine

    Der Torticollis spasticus ist eine neurologische Bewegungsstörung, bei der sich Nackenmuskeln unwillkürlich zusammenziehen. Dadurch kommt es zu einer Zwangsstellung von Kopf und Hals – etwa als Drehung zur Seite, Neigung zur Schulter oder Überstreckung nach hinten. Viele Betroffene haben zusätzlich Nackenschmerzen oder ein Zittern des Kopfes. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und entsteht meist ohne eindeutig erkennbare Ursache. Häufig lassen sich die Beschwerden jedoch durch eine zielgerichtete Behandlung deutlich lindern – insbesondere mit Botulinumtoxin-Injektionen in die überaktiven Muskeln.

  • Depression

    Ein geteiltes Wohnzimmer im photorealistischen Stil. In der Mitte sitzt eine Frau ruhig auf dem Sofa, exakt auf der Trennlinie zweier Welten. Die rechte Bildhälfte ist lichtdurchflutet und farbenfroh mit roten Wänden, einer grünen Couch und bunten Blumen. Die linke Bildhälfte ist komplett monochrom in matten Grau- und Blautönen gehalten, was den plötzlichen Verlust von Lebensfreude und Farbigkeit durch eine Depression symbolisiert.

    Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, bei der Stimmung, Antrieb und Denken über längere Zeit deutlich beeinträchtigt sind. Typisch sind anhaltende Niedergeschlagenheit, Interessenverlust und Erschöpfung – oft begleitet von Schlafstörungen, Grübeln und Konzentrationsproblemen. Depressionen können leicht, mittelgradig oder schwer verlaufen und sich einmalig oder wiederholt (rezidivierend) zeigen. Viele Betroffene erleben zusätzlich körperliche Symptome wie Schmerzen, Magen-Darm-Beschwerden oder innere Unruhe. Die Diagnose wird durch medizinisches Fachpersonal gestellt. Selbsttests können Hinweise geben, ersetzen aber keine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung. Depressionen sind in der Regel gut behandelbar – besonders, wenn Hilfe frühzeitig in Anspruch genommen wird.

  • Posttraumatische Belastungsstörung

    Photorealistisches

    Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung, die sich nach einem extrem belastenden oder bedrohlichen Ereignis entwickeln kann. Typisch sind aufdrängende Erinnerungen (z. B. Flashbacks), Vermeidung von Auslösern, anhaltende innere Anspannung sowie Veränderungen von Stimmung und Denken. Die Beschwerden können die Lebensqualität, Beziehungen und die Leistungsfähigkeit im Alltag deutlich beeinträchtigen. Eine PTBS ist keine „Schwäche“, sondern eine behandelbare Traumafolgestörung. Für die Diagnostik sind fachliche Gespräche und ggf. strukturierte Interviews mit einer Fachperson. Selbsttests können höchstens Hinweise geben. Im Mittelpunkt der Behandlung steht eine traumafokussierte Psychotherapie, die Betroffene dabei unterstützt, das Erlebte zu verarbeiten und Symptome zu lindern.

  • Neurosarkoidose

    Mikroskopische

    Die Neurosarkoidose ist eine seltene Form der Sarkoidose, bei der Gehirn, Rückenmark oder periphere Nerven betroffen sind. Sie kann sehr unterschiedliche Beschwerden auslösen – je nachdem, welcher Teil des Nervensystems entzündet ist. Typisch sind zum Beispiel Lähmungen einzelner Hirnnerven (etwa eine Gesichtslähmung), Kopfschmerzen bei entzündlicher Hirnhautbeteiligung oder Gefühlsstörungen durch Nervenentzündungen. Die Diagnose ist oft anspruchsvoll, weil es keinen einzelnen beweisenden Blutwert gibt und viele Erkrankungen ähnlich aussehen können. Behandelt wird meist mit entzündungshemmenden und immunmodulierenden Medikamenten (z. B. Prednisolon als Kortikosteroid, bei Bedarf weitere Immunsuppressiva).

  • Clostridium-difficile-Infektion

    Frau

    Eine Clostridium-difficile-Infektion ist eine bakterielle Darminfektion, die vor allem nach einer Antibiotikatherapie auftreten kann. Auslöser ist meist nicht eine Ansteckung allein, sondern eine Störung der normalen Darmflora, wodurch sich giftbildendes Clostridioides difficile stark vermehren kann. Typisch sind plötzlich einsetzende, wässrige Durchfälle, oft begleitet von Bauchschmerzen und Fieber; die Beschwerden reichen von mild bis lebensbedrohlich.

    Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Patienten und Patientinnen im Krankenhaus oder Pflegeeinrichtungen sowie Personen mit schweren Grunderkrankungen oder geschwächtem Immunsystem. Die Diagnose wird in der Regel durch Stuhluntersuchungen gestellt. Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad und Rückfallrisiko und umfasst unterstützende Maßnahmen sowie – häufig – eine gezielte antibiotische Therapie unter ärztlicher Kontrolle.

  • Katarakt

    Auge

    Der Graue Star (medizinisch: Katarakt) ist eine häufige Augenerkrankung, bei der die ursprünglich klare Augenlinse allmählich trüb wird. Betroffene sehen meist zunehmend verschwommen, kontrastärmer und sind oft blendempfindlicher – als läge ein Schleier über dem Blick. Schmerzen treten beim Grauen Star typischerweise nicht auf. Starke Schmerzen, eine deutliche Rötung oder eine plötzliche Sehverschlechterung sind deshalb Warnzeichen und sollten rasch augenärztlich abgeklärt werden. Die Diagnose stellt ein Augenarzt oder eine Augenärztin durch Untersuchung des Auges.
    Wirksam behandeln lässt sich der Graue Star in der Regel durch eine Grauer-Star-OP (auch Katarakt-OP oder Staroperation): Dabei wird die trübe Linse entfernt und durch eine Kunstlinse (Intraokularlinse, IOL) ersetzt. Wie gut das Sehen danach ist, hängt unter anderem von Begleiterkrankungen ab; die endgültige Sehschärfe nach einer Grauer-Star-OP lässt sich häufig erst nach mehreren Wochen zuverlässig beurteilen.

  • Netzhautablösung

    Auge mit Schatten und Lichblitzen, welche die Symptomatik einer Netzhautablösung darstellen.

    Eine Netzhautablösung ist eine akute, ernst zu nehmende Erkrankung des Auges, bei der sich die Netzhaut (Retina) von ihrer Unterlage löst. Dadurch kann die Netzhaut ihre Funktion verlieren und es droht ein bleibender Sehverlust. Typische Warnzeichen sind Lichtblitze, plötzlich neu auftretende schwarze Punkte oder Mouches volantes sowie ein Schatten wie ein „Vorhang“ im Gesichtsfeld. Schmerzen treten meist nicht auf – gerade deshalb werden die Beschwerden manchmal unterschätzt. Eine rasche augenärztliche Abklärung ist wichtig, weil die Behandlung zeitkritisch sein kann.

  • Laryngopharyngitis

    ”Frau

    Die Laryngopharyngitis ist eine Entzündung von Kehlkopf und Rachen, die meist akut im Rahmen eines Infekts der oberen Atemwege auftritt. Typisch sind Halsschmerzen, Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Husten oder ein raues, trockenes Gefühl im Hals. In vielen Fällen steckt ein viraler Infekt dahinter, seltener eine bakterielle Ursache oder eine Reizung durch Rauch, starke Stimmbelastung oder Reflux. Der Verlauf ist oft selbstlimitierend, also vorübergehend und ohne bleibende Schäden. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Ursachen von Heiserkeit und Halsschmerzen, etwa einer isolierten Kehlkopfentzündung, einer Mandelentzündung oder einem laryngopharyngealen Reflux. Bei Atemnot, deutlichen Schluckproblemen, hohem Fieber oder rascher Verschlechterung sollte die Erkrankung zeitnah ärztlich abgeklärt werden.

  • Hallux rigidus

    Röntgenbild der Fußknochen. Das Großzehgelenk ist rot eingekreist.

    Beim Hallux rigidus liegt eine Arthrose (Gelenkverschleiß) im Großzehengrundgelenk vor. Typisch sind Schmerzen und eine zunehmende Steifigkeit der Großzehe, besonders beim Abrollen des Fußes. Häufig bildet sich am oberen (dorsalen) Gelenkrand ein knöcherner Vorsprung („Knochensporn“), der im Schuh drücken kann. Im frühen Stadium ist die Beweglichkeit oft nur eingeschränkt – dann wird auch der Begriff Hallux limitus verwendet. Viele Beschwerden lassen sich zunächst mit Schuh- und Einlagenanpassungen sowie Schmerztherapie lindern; bei ausgeprägter Arthrose kann eine Operation sinnvoll werden. Die endgültige Diagnose und die Entscheidung über eine Behandlung gehören in ärztliche Hände.

  • Down-Syndrom

    Ein professionelles, helles Porträt eines jungen Mannes mit Down-Syndrom im Alter von etwa 20 Jahren. Er blickt mit einem freundlichen, offenen Lächeln direkt in die Kamera. Er trägt ein dunkelblaues Poloshirt. Der Hintergrund zeigt ein wohnliches, helles Interieur mit einem Bücherregal und Zimmerpflanzen, das durch weiches Tageslicht angenehm unscharf gezeichnet ist, sodass der Fokus scharf auf seinem Gesicht liegt.

    Das Down-Syndrom ist eine angeborene genetische Besonderheit: In den Körperzellen ist das Erbgut des Chromosoms 21 ganz oder teilweise dreifach vorhanden. Dadurch entwickeln sich Körper und Gehirn anders als üblich, was zu charakteristischen körperlichen Merkmalen sowie zu einer unterschiedlich ausgeprägten Entwicklungsverzögerung und intellektuellen Beeinträchtigung führen kann. Viele Menschen mit Down-Syndrom haben zusätzlich behandelbare Begleiterkrankungen, zum Beispiel angeborene Herzfehler, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Hör- und Sehprobleme. Wie stark sich das Down-Syndrom im Alltag auswirkt, ist individuell sehr verschieden und lässt sich vor der Geburt nicht zuverlässig vorhersagen. Eine gesicherte Diagnose erfolgt durch eine Chromosomenanalyse (Karyotypisierung) – pränatal oder nach der Geburt.

  • Nagelpilz

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    Nagelpilz ist eine häufige Pilzinfektion der Finger- oder Zehennägel, meist der Fußnägel. Typisch sind gelblich, weißlich oder bräunlich verfärbte, verdickte und brüchige Nägel. Die Erkrankung ist meist nicht akut gefährlich, heilt aber in der Regel nicht von selbst ab und kann sich auf weitere Nägel ausbreiten. Viele Betroffene fragen sich, ob jede Nagelveränderung automatisch Nagelpilz bedeutet, wie ansteckend die Infektion ist und welche Behandlung wirklich sinnvoll ist. Wichtig ist, Nagelpilz von anderen Ursachen veränderter Nägel abzugrenzen und die Diagnose möglichst zu sichern, bevor eine längere Therapie beginnt. Die endgültige Diagnose stellt medizinisches Fachpersonal; der Beitrag dient der allgemeinen Information und nicht der Selbstdiagnose.

  • Lungenemphysem

    Eine

    Ein Lungenemphysem ist eine chronische Erkrankung der Lunge, bei der Lungenbläschen (Alveolen) dauerhaft überdehnt und teilweise zerstört werden. Dadurch verringert sich die Fläche für den Gasaustausch, und ausgeatmete Luft bleibt leichter „gefangen“ in der Lunge (Überblähung). Häufig entsteht ein Lungenemphysem im Rahmen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), meist durch langjähriges Rauchen.

    Typisch sind zunächst Belastungsatemnot und eine schleichende Verschlechterung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Die Beschwerden und die Prognose hängen stark davon ab, wie ausgeprägt die Überblähung und die Einschränkung der Lungenfunktion sind und ob Begleiterkrankungen vorliegen. Eine vollständige Heilung ist in der Regel nicht möglich, aber die Erkrankung lässt sich oft deutlich verlangsamen und die Lebensqualität kann verbessert werden.

  • Pannikulitis

    Die

    Eine Pannikulitis ist keine einzelne Erkrankung, sondern ein Sammelbegriff für Entzündungen des Fettgewebes unter der Haut (Unterhautfettgewebe). Typisch sind schmerzhafte, tief sitzende Knoten, die häufig an den Beinen auftreten und wie blaue Flecken wirken können. Die Ursachen sind vielfältig: Auslöser können unter anderem Infektionen, Kälte oder Verletzungen, Autoimmunerkrankungen (z.B. systemischer Lupus erythematodes) oder Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sein. Manchmal bleibt die Ursache auch unklar.

    Die Diagnose erfolgt meist durch ärztliche Untersuchung und – je nach Verdacht – durch eine Gewebeprobe (Biopsie), um die Form der Pannikulitis einzuordnen und andere Erkrankungen auszuschließen. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und reicht von Schonung und entzündungshemmenden Medikamenten bis zu einer gezielten Therapie der Grunderkrankung.

  • Conn-Syndrom

    Rückansicht

    Das Conn-Syndrom ist eine hormonelle Erkrankung der Nebennieren, bei der zu viel Aldosteron (Hormon) gebildet wird. Aldosteron steuert unter anderem den Salz- und Wasserhaushalt und beeinflusst dadurch den Blutdruck. Typisch ist ein dauerhafter Bluthochdruck, der sich manchmal trotz mehrerer Medikamente nur schwer einstellen lässt. Ein Teil der Betroffenen entwickelt zusätzlich einen niedrigen Kaliumspiegel (Hypokaliämie), der Beschwerden wie Muskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen verursachen kann. Das Conn-Syndrom zeigt oft lange Zeit keine spürbaren Symptome und kann dennoch unbemerkt Herz, Gefäße und Nieren belasten. Die Diagnose erfolgt in mehreren Schritten: Zuerst werden Blutwerte als Suchtest bestimmt. Danach folgen spezielle „Bestätigungstests“, die prüfen, ob die Aldosteron-Überproduktion tatsächlich vorliegt. Je nach Ursache sind nach der Diagnose unterschiedliche Therapien denkbar, zum Beispiel die gezielte Gabe von Medikamenten oder auch eine Operation.

  • Hirnödem

    Frau

    Ein Hirnödem ist eine Schwellung von Hirngewebe durch Flüssigkeitseinlagerung. Weil der knöcherne Schädel kaum nachgibt, kann die Schwellung den Hirndruck (intrakranieller Druck, ICP) erhöhen und die Durchblutung des Gehirns beeinträchtigen. Ein ausgeprägtes Hirnödem ist deshalb ein medizinischer Notfall: Unbehandelt kann es zu Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen und im schlimmsten Fall zu einer lebensbedrohlichen Einklemmung (Herniation) von Hirnstrukturen kommen. Die Beschwerden entstehen nicht durch „Wasser im Kopf“, sondern durch eine Fehlverteilung von Flüssigkeit im Gehirn und/oder eine Störung der Blut-Hirn-Schranke (Barriere zwischen Blut und Hirngewebe). Welche Behandlung notwendig ist, hängt immer von der Ursache ab. Möglich sind etwa ein Schlaganfall, eine Hirnblutung, ein Schädel-Hirn-Trauma, ein Hirntumor, eine Meningitis oder eine Enzephalitis. Die endgültige Diagnose und Therapie gehören in ärztliche Hände und eignen sich nicht zur Selbstdiagnose.

  • Bluthochdruck

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    Er tut nicht weh, man spürt ihn nicht, er bleibt oft jahrelang unentdeckt. Bluthochdruck ist bei vielen Menschen ein verstecktes Leiden, dessen gesundheitliche Folgen unbehandelt sehr gefährlich werden können. Unser Blut fließt mit einem bestimmten Druck durch unsere Blutgefäße und Herzkammern. Dieser Blutdruck wird mit zwei Werten angegeben. Der erste höhere Blutdruck-Wert gibt den Druck beim Zusammenziehen des Herzmuskels an. Das bezeichnet man als systolischer Druck. Damit beurteilt der Arzt die Pumpleistung unseres Herzens. Der zweite, niedrigere Blutdruck-Wert ist der diastolische Druck. Er beschreibt den Druck beim Erschlaffen des Herzmuskels. Das gibt Aufschluss über den Widerstand in den Blutgefäßen, den das Blut überwinden muss, um in den Kreislauf zu gelangen. Gemessen wird der Blutdruck in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Von krankhaftem Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) spricht man, wenn immer wieder stark erhöhte Blutdruck-Werte auftreten und der Blutdruck über mehrere Wochen über 140/90 mmHg liegt. Es gibt eine Reihe von medikamentösen Blutdrucksenkern, mit denen man den Bluthochdruck behandeln kann. Sie können jedoch auch durch die Umstellung Ihres Lebensstils schon eine Menge tun.