
Die Pneumologie ist ein Teilbereich der Inneren Medizin und befasst sich mit sämtlichen Erkrankungen der Lunge. Es geht darum, Krankheiten der Lunge, des Mittelfells, der Pleura und der Bronchien zu erkennen, zu behandeln und ihnen gegebenenfalls vorzubeugen.
Aufgaben der Lungenärzte
Lungenärzte oder Pneumologen kümmern sich um alle Erkrankungen, die die Bronchien, Lunge, Atemwege und Pleura betreffen. Hierzu zählen unter anderem Asthma, Lungenentzündungen, Lungentuberkulose, Lungenkrebs, akute Bronchitis und Rippenfellentzündungen. Wer in der Pneumologie tätig sein möchte, muss ein abgeschlossenes Medizinstudium mit einer Regelstudienzeit von 12 Semestern und 3 Monaten vorweisen. Daraufhin muss eine Weiterbildung in verschiedenen klinischen Arealen erfolgen. Am Ende muss eine staatliche Prüfung abgelegt werden, um den Titel "Facharzt für Pneumologie" verwenden zu dürfen. Neben der Forschung und Entwicklung spielen auch die Diagnose, Heilung und die Vorbeugung aller Lungenkrankheiten eine wichtige Rolle in der Pneumologie. Aufgrund schlechter Luftverhältnisse und Lebensgewohnheiten werden Lungenerkrankungen immer häufiger und Lungenärzte demnach immer gefragter. Besonders gefährdest sind Raucher und ältere Personen. Lungenärzte findet man sowohl selbstständig in einer Praxis als auch in Krankenhäusern. Darüber hinaus gibt es in verschiedenen Städten Lungenkliniken oder Reha-Zentren, in denen Pneumologen tätig sind.
Wann sollte man den Lungenarzt aufsuchen?
Je nachdem wie sich die Lungenerkrankung bemerkbar macht, kann entweder der Haus- oder direkt der Lungenarzt aufgesucht werden. Es wird keine Überweisung benötigt. Sollte es sich um einen akuten Fall handeln, wird der Arzt sich direkt und ohne einen zuvor vereinbarten Termin um den jeweiligen Patienten kümmern. Wenn ein lang anhaltender Husten im Zusammenspiel mit Schmerzen im Brustkorb beobachtet wird, sollte der Lungenfacharzt umgehend aufgesucht werden. Diese Symptome sprechen nämlich oftmals für verschiedene Erkrankungen, die von einem Spezialisten ausgeschlossen werden sollten. Sollte der Brustkorb schmerzen, könnte es sich beispielsweise um eine Rippenfellentzündung, Embolie oder Herzerkrankung handeln. Glasklarer Auswurf ist in der Regel ungefährlich. Grünlicher, blutiger oder gelber Ausfluss hingegen sollte von einem Arzt untersucht werden. Aufgrund der Bedeutung und Größe dieses Organs, machen sich Erkrankungen der Lunge des Öfteren als spezifische Lungensymptome bemerkbar, jedoch kann es auch zu Allgemeinbeschwerden kommen, die nicht direkt als Lungenerkrankung erkannt werden. Hierzu zählt die Appetitlosigkeit, Fieber und Nachtschweiß. Sollte eines oder mehrere dieser Symptome auftreten, wird der Facharzt diverse Tests durchführen, die aber meistens mit keinen Schmerzen verbunden sind.
Typische Untersuchungen bei Lungenärzten
Eine recht beliebte Untersuchung ist der Lungenfunktionstest oder die Röntgenaufnahme der Lunge. Mit dem Lungenfunktionstest (kurz: LuFu-Test) kann festgestellt werden, ob eine Verengung der Bronchien durch Asthma die Ursache ist. Allergietests gehören ebenfalls zu den alltäglichen Untersuchungen beim Lungenfacharzt. Dieser Test stellt auch zur gleichen Zeit den unangenehmsten dar, weil die Allergiestoffe eine Weile auf der Haut verweilen müssen, um den Grad der Allergie herauszufinden. Während dieser Zeit darf man die zu testenden Stellen nicht anfassen, auch wenn es noch so stark juckt. Mit einem Allergietest wird festgestellt, bei welchen Einflüssen die Atemnot entsteht. Danach können solche Situationen dann entweder vermieden oder aber eine Desensibilisierungs-Maßnahme durchgeführt werden. Eine solche Desensibilisierung erfolgt, indem über 3 Jahre monatlich eine Spritze mit einem abgeschwächten Allergiestoff injiziert wird. Der Schweregrad der Erkrankung kann immer mit der Sauerstoffmessung im Blut festgestellt werden.
In der Pneumologie sind all diese Tests notwendig, um eine individuelle Behandlung einzuleiten. Die Folgebehandlung kann dann auch der Hausarzt durchführen. Sollte chronisches Asthma diagnostiziert werden, muss der Facharzt in regelmäßigen Abständen aufgesucht werden. Bei bösartigen Lungenerkrankungen wird der Lungenfacharzt mit einem Chirurgen und einem Strahlentherapeuten zusammenarbeiten. Manche Lungenfachärzte schwören neben der schulmedizinischen auf eine alternative Behandlungsmethode, sodass im Zusammenspiel mit einem Homöopathen eine passende Therapie zusammengestellt wird.